Geiler Scheiß, eingelocht zum Tor des Monats, Julius Biada - Fußballgott!

Lieber Wehen als Hämorrhoiden…

Also ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich frage mich bei Wehen Wiesbaden jedes Mal auf’s Neue, wie man auf so einen Namen kommt. Es klingt so… schmerzhaft. Wie Hämorrhoiden Bitterfeld. So würde sich doch auch kein Verein nennen. Ich meine, ok, bei Wehen ist der Output am Ende natürlich deutlich nachhaltiger und schöner als bei Hämorrhoiden, aber Ihr versteht den Grundgedanken bei meiner Assoziation und ich kann mir da leider einfach nicht helfen. Man drückt, man hat Schmerzen und am Ende kommt was raus.

Aber um die Gedanken wieder in schöne Bahnen zu lenken… glücklicherweise spielen wir am Samstag trotz Ostliga nicht gegen Hämorrhoiden Bitterfeld (wo am Ende gerüchteweise ein dicker Driss rauskommen könnte… ähem…), sondern gegen Wehen Wiesbaden. Und da würde ich aus „man drückt, man hat Schmerzen und am Ende kommt was raus“ aus den Erfahrungen der vergangenen Saison sagen: Pressing, zwischendurch Momente mit Schnappatmung, ob das denn wirklich gut geht und am Ende kommen 3 Punkte für uns raus. Uwe wird das Kind schon schaukeln. 😉

Nein, im Ernst, Wiesbaden gehört zu meinen Lieblingsgegnern. Irgendwie verbinde ich mit dieser Mannschaft trotz ihres abschreckenden Namens nur Gutes. Letztes Jahr unser überraschender Auswärtssieg in Wiesbaden allein schon. Eigentlich hatte ich hinfahren wollen, schon allein, um die „Wiesbaden statt Wehen-Party“ zu feiern. Hatte ich mir damals mit einem Freund ausgedacht, weil alles um uns herum plötzlich Kinder bekam und das Spiel ja auch grob um den Dreh lag, wo die Karnevalskinder hätten schlüpfen können. Wir wollten also feiern, dass dieser Kelch an uns vorüber gegangen war. Nicht falsch verstehen… es ist nicht so, dass ich nicht irgendwann mal für Fortuna-Nachwuchs sorgen möchte, aber das hat noch ein paar Jahre Zeit.

Letztenendes fiel die Wiesbaden statt Wehen-Party dann aber meinem Ex zum Opfer, der in Bayern wohnt und mich just an diesem Wochenende besuchen wollte. Da die Gelegenheiten selten sind, verzichtete ich schweren Herzens auf die Tour um mit ihm Richtung Holland zu fahren. Blöderweise machte sein Auto auf dem Weg von Bayern nach Kölle schlapp, so dass der ADAC einspringen musste, er sich um Stunden verspätete und ich fast schon trotzdem hätte nach Wiesbaden fahren können, bis er hier war. Entsprechend begeistert war meine Stimmung bei seinem Eintreffen Mitte der 2. Halbzeit. Ich hatte das Spiel bis dahin vor’m Ticker verfolgt, denn ich dann in Richtung Auto verlassen musste. Ich trottete also missmutig Richtung Wagen hinterher und dort angekommen, dachte ich, mich trifft der Schlag: da hatte die Leihkarre vom ADAC doch glatt ein Wiesbadener Kennzeichen!

11951086_10207596658779732_1694195777_n

Ich wollte gerade loskrakelen, dass ich ganz sicher jetzt nicht auch noch in ein Auto mit Wiesbadener Kennzeichen einsteige, da vibrierte es in meiner Hosentasche und mein Handy teilte mir mit, dass Fortuna kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung gegangen war. Ich konnte mein Glück kaum fassen und betrachtete dieses Auto ab dem Moment als gutes Omen, zumal es mit viel gutem Willen ja sogar irgendwie rot-weiß war und ließ mich auf den Beifahrersitz fallen, wo ich die nächsten zehn Minuten damit verbrachte, meinen Ex, der Fußball weder Ahnung noch Interesse entgegenbringt, damit vollzutexten, dass wir gerade überraschend gegen einen Aufstiegsaspiranten führen und wir das unbedingt halten müssen und laber rhabarber kreisch hüpf… GEWONNEN!!! 😀

Die arme Sau hat vermutlich nicht nur seinem eigenen Auto nachgetrauert, sondern vor allem auch verflucht, dass der Leihwagen von allen Kennzeichen ausgerechnet ein Wiesbadener haben musste, was bei mir zu Reaktionen führte, die er nie verstanden hat und die ihn vermutlich in den Wahnsinn getrieben haben. Aber zumindest war die Frau am Ende glücklich, warum auch immer. Muss er ja auch nicht verstehen…

Ans Rückspiel habe ich ebenfalls hervorragende Erinnerungen. Nicht nur, dass ich dabei war (höhö), ich durfte das Spiel sogar als VIP genießen und – natürlich der entscheidende Faktor – es gab wieder einen Sieg gegen Wehen! Diesmal im Gegensatz zum Hinspiel auch gar nicht mehr so überraschend, sondern eher erwartbar. Aber diese Wehen-Assoziationssache hat sich durchgezogen… guckt mal, was die Werbepostkarte von Fortuna zum Spiel gegen Wehen seinerzeit für ein Motiv hatte…

P1080301Da drängt sich doch auch wieder der Gedanke an Wehen neun Monate später auf… 😉

Sei’s drum, mich hat es glücklicherweise wieder nicht erwischt und am Samstag wird es hoffentlich erneut nach dem bewährten Schema laufen: Pressing, bisschen Schnappatmung und am Ende drei Punkte für uns!

Geiler Scheiß! Jungs, Ihr macht das!!!

Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmailby feather

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *