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Wer kommt denn da ~~~ FC Rot-Weiß Erfurt

Wer kommt denn da?

FC Rot-Weiß Erfurt

Logo FC Rot-Weiß Erfurt, Quelle: Wikipedia

Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: Fußballclub Rot-Weiß Erfurt e. V.

Habt Ihr Geschichte?
  • Ursprünge im am 25. Mai 1985 gegründeten Cricket Club Erfurt
  • 1895 Umbenennung in SC Erfurt
  • Der SC Erfurt war 1900 eines der Gründungsmitglieder des DFB und außerdem von immenser Bedeutung für den Fußball in Thüringen
  • in den 50ern zwei DDR-Meisterschaften unter wechselnden Namen
  • Vereinsgründung bzw. Neugründung des heutigen Vereins am 26. Januar 1966
  • Im Jahr der Neugründung Abstieg in die DDR-Liga, allerdings sofortiger Wiederaufstieg in die Oberliga
  • 1971/72 erneuter Abstieg in die DDR-Liga, ebenfalls mit sofortigem Wiederaufstieg, ansonsten durchgängig in der Oberliga vertreten
  • 1980 dramatische Niederlage in der Verlängerung im Pokalfinale gegen den Thüringer Konkurrenten FC Carl Zeiss Jena, nachdem man bis zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit 1:0 in Führung lag und schließlich in der Verlängerung mit 1:3 verlor
  • 1983 Erreichen des 5. Platzes in der Oberliga und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses der Verlust der internationalen Teilnahme an den 1. FC Lokomotive Leipzig
  • 1990/91 letzte DDR-Oberliga Saison und erfolgreichste des Clubs, da durch das Erreichen von Tabellenplatz 3 die direkte Qualifikation für die 2. Bundesliga (es fehlte nur ein Punkt für die Eingruppierung in die 1. Bundesliga) geschafft wurde und ebenso die Teilnahme am UEFA-Pokal
  • die 2. Bundesliga beendete man allerdings nach einer Saison mit großem Abstand als Letzter und stieg so in die Amateuroberliga ab
  • Im UEFA-Pokal konnte man sich in der 1. Runde gegen den FC Groningen durchsetzen, schied dann aber in Runde 2 gegen Ajax Amsterdam aus
  • die ersten beiden Jahre in der Oberliga scheiterte der Wiederaufstieg nur knapp
  • 1997 wurde ein Insolvenzverfahren gegen den Verein eröffnet, welches jedoch nach acht Monaten erfolgreich abgeschlossen werden konnte, so dass Rot-Weiß Erfurt gerettet war
  • 2000 wurde die Zahl der Regionalligisten halbiert und Erfurt musste in die Relegation um den Verbleib gegen den FC Schönberg 95 antreten. Hier ging Erfurt als Sieger hervor und konnte sich in der Regionalliga halten
  • die folgende Regionalligasaison beendete Erfurt auf einem Abstiegsplatz, konnte allerdings wegen des Lizenzentzugs für den SSV Ulm die Klasse halten
  • danach Anvisierung des Aufstiegs in die 2. Bundesliga und entsprechende Neuverpflichtungen – durch Nichtgelingen wurde der Aufstiegsdruck erhöht, denn man war durch die Ausgaben für die Neuverpflichtungen auf die Fernsehgelder der 2. Bundesliga angewiesen
  • 2003/04 Verpflichtung von Trainer René Müller, mit dem nun auch endlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang
  • nach dem Aufstieg folgten Konflikte und diverse umstrittene Kaderumstellungen von Müller, die diesen am 20. Februar 2005 seinen Job und das Team am Ende die Liga kosteten, da Müllers Nachfolger Jan Kocian den Abstieg nicht mehr verhindern konnte
  • erhielten aufgrund des Schuldenbergs durch viele Neuverpflichtungen nur haarscharf die Lizenz für die Regionalliga und konnten hier nur mit sehr eingeschränkten finanziellen Mitteln agieren
  • 2007/08 war das oberste Ziel, sich für die neu eingerichtete 3. Liga zu qualifizieren, was auch gelang – dort hielt man sich seitdem durchgängig, meistens im Mittelfeld
  • 2008/09 Erreichen des DFB-Pokals und Ausscheiden in der 1. Runde gegen den FC Bayern München nach knapper 3:4 Niederlage
  • 2009/10 erneut Erreichen des DFB-Pokals und Ausscheiden in der 1. Runde, diesmal allerdings gegen den MSV Duisburg nach einer 1:2 Niederlage
  • am 23.03.2015 wurde Christian Preußer nach der Entlassung von Walter Kogler vom Co- zum Chef-Trainer befördert, jedoch nach durchwachsenem Saisonstart und schließlich drei Niederlagen in Folge am 15.12.2015 wieder seines Amtes enthoben
  • sein Nachfolger wurde zum 01. Januar 2016 Stefan Krämer, der zuvor bei Ligakonkurrent Energie Cottbus Cheftrainer war und vorher jahrelang bei Arminia Bielefeld
Habt Ihr Rekorde?

In der ewigen Tabelle der 3. Liga steht Rot-Weiß Erfurt auf Platz 1.  Naja gut, „ewig“ sind hier acht Jahre, aber immerhin, man sollte es mal erwähnt haben. Wir stehen übrigens in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz 3. Und die ist schon ein bisschen ewiger… 😉

Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 15
  • Punkte: 35
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 1,13
  • Torverhältnis: 33:43
  • Tore pro Spiel: 1,06 : 1,39
  • zu Hause: 7-3-6 -> macht Platz 9 in der Heimtabelle – kann uns egal sein, wir gehörten zu den 6 und stehen selbst auf Rang 4 der Heimtabelle
  • auswärts: 2-5-8 -> Platz 17 in der Auswärtstabelle und damit nur minimal besser als wir auf fremdem Rasen. Allerdings sollten wir uns nicht blenden lassen, die beiden Auswärtssiege waren in zwei der letzten vier Auswärtsspiele, es gibt also scheinbar einen Trend nach oben und ein 2:2 in Aue im vorvorletzten Spiel spricht ebenfalls für sich, das schafft auch nicht jeder
  • Offensive: 33 Tore aus 31 Spielen, Platz 13 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 43 Tore aus 31 Spielen, Platz 16 in der Defensivtabelle – sollte uns entgegenkommen
  • aktuelle Form: Platz 10 in der Formtabelle mit elf Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 5,40 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Carsten Kammlott (10 Tore, 2 Vorlagen in 27 Spielen), Christoph Menz (4 Tore, 2 Vorlagen in 27 Spielen), Sebastian Tyrala (4 Tore, 1 Vorlage in 30 Spielen), Marc Höcher (3 Tore, 2 Vorlagen in 16 Spielen) und Mario Erb (3 Tore, 0 Vorlagen in 30 Spielen)
  • Trainer: Stefan Krämer (seit 01. Januar 2016) – zu ihm gleich noch mehr…
Müssen wir Angst haben?

NEIN!!! Ganz entschieden NEIN!!!

Und das sage ich nicht, weil ich Erfurt brutal unterschätze oder für einen schwachen Gegner halte, das tue ich beides in keinster Weise. Sondern weil mir diese Angstpredigerei einiger Leute einfach nur tierisch auf den nicht vorhandenen Sack geht. Hört auf mit der Scheiße!

So, dann mal zu den blanken Fakten (blanke Fakten, nicht blanke Angst – merke: Unterschied!!!):

  1. Wir haben es hier nicht mit einem Angstgegner zu tun (wie beim VfB Stuttgart II), sondern mit einem, der uns ganz offensichtlich irgendwie liegen muss, sonst hätten wir im Hinspiel dort nicht auswärts mit 2:0 gewonnen. Ihr wisst schon, wir uns auswärts… funktioniert nicht immer so super und in dieser Phase funktionierte vorher nicht allzu viel… insofern war das schon ein Ausrufezeichen und Erfurt ist, wie bereits oben zu entnehmen, nicht unbedingt heimschwach. (Der Vollständigkeit halber – sie sind nicht nur kein Angstgegner, sondern sie haben auch nicht kurzfristig Cacau in ihre Reihen geholt.)
  2. Vergangene Saison haben wir zu Hause ein 2:2 gegen die geholt und auswärts in Erfurt mit 1:2 verloren. Wir haben uns also von Spiel zu Spiel gegen die Erfurter gesteigert und es gibt keinen Grund, warum wir jetzt nicht das Niveau zu Hause halten sollten…
  3. Überleitung – zu Hause. Wir sind das viertbeste Heimteam der Liga mit 29 Punkten aus 15 Heimspielen. Sieht man von den beiden Pleiten gegen Holstein Kiel und vorletztes Wochenende gegen Stuttgart II ab, haben wir seit dem 24. Oktober alle unsere Heimspiele gewonnen. Ich weigere mich weiterhin, die Niederlagen gegen Kiel (weil Karnevalssonntag) und Stuttgart (weil halt Stuttgart und solange wir die Voodoo-Puppe nicht finden offensichtlich nicht besiegbar für uns) als normal wertbare Niederlagen anzuerkennen, insofern haben wir (so oder so) seit dem 24. Oktober eine bombastische Heimbilanz (das war übrigens das erste Heimspiel nach dem Auswärtssieg in Erfurt).
  4. Erfurt hat auswärts erst zweimal gewonnen und eine Bilanz von 2-5-8. Das klingt erstmal sehr gut für uns, aber um die Kritiker zu füttern – die beiden Auswärtssiege waren innerhalb der letzten vier Auswärtsspiele, es gibt also einen Trend nach oben, den auch das 2:2 in Aue, was wahrlich nicht jeder schafft, kürzlich bestätigte. Um die Berufspessimisten aber auch gleich wieder zu bremsen: Die Auswärtssiege waren vorletztes Wochenende ein 1:0 in Bremen und die Bremer sind nicht wirklich als heimstark bekannt und drei Spiele vorher ein 2:1 beim VfB Stuttgart II. Ich weiß, für uns klingt das jetzt fast schon übermächtig – WOW! Die haben gegen den VfB Stuttgart II gewonnen, sowas ist uns noch nie passiert! Lasst uns am besten im Keller eingraben, das wird klatschen am Samstag, huiuiui! NEIN, MÖÖÖÖÖP! Wird es nicht. Der VfB Stuttgart II ist die schlechteste Heimmannschaft der Liga und nicht umsonst auf dem letzten Tabellenplatz. Insofern ist ein Sieg dort keine wahnsinnig herausragende Leistung, wenn Du nicht gerade Fortuna Köln heißt und Kramnys Voodoo-Puppe auf der Waldau nicht findest. 😉 Damals hatte der VfB übrigens auch noch keinen Cacau.
  5. Was Erfurt außerdem auch nicht so gut kann ist Defensive. Ja, ich weiß, wir auch nicht immer so… ABER: Defensiv schwache Gegner liegen uns (komm mir keiner mit Stuttgart um die Ecke, die zählen nicht), weil Königs und Biada vorne so einen Alarm machen können, dass wir da einfach mehr Dinger reinbringen als wir hinten jemals in der Lage wären zu kassieren. Und freundlicherweise kommt uns hier die Personalsituation der Erfurter noch ein wenig entgegen, denn mit Hergesell und Nikolaou (10. gelbe Karte, da nimmt jemand seinen Job ernst 😉 ) fallen zwei Defensivkräfte aus. Ebenfalls fraglich sind mit Laurito und Erb die beiden Innenverteidiger. Die Erfurter Offensive (passt mir auf Kammlott auf!) sollte grundsätzlich im Griff zu halten sein, hat ja im Hinspiel auch geklappt und insgesamt ist die Bilanz hier mittelprächtig im Ligavergleich.
  6. Thema Personal… Erfurt muss lediglich auf die beiden bereits genannten Abwehrspieler verzichten. Sowas wäre ein Träumchen für uns momentan. Am bittersten ist meiner Meinung nach der Ausfall von Hörnig, der wird uns hinten definitiv fehlen (und vielleicht sogar ein bisschen vorne bei Standards). Da lässt sich nichts gut reden, das ist Mist und fertig. Umso wichtiger also, es hinten gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Der Ausfall – sollte er denn wirklich ausfallen – von Andersen ist natürlich auch bitter, aber gegen einen Gegner wie Erfurt denke ich noch irgendwie zu verschmerzen bei Glockes aktueller Form. Hauptsache, das dauert nicht zu lange mit der Rückkehr. Die Verletzung von Johannes Rahn ist natürlich supertraurig (gute Besserung an dieser Stelle – und an alle anderen natürlich auch!), aber solange Königs und Biada gesund bleiben, glücklicherweise kein akutes Problem für unsere Offensive. Der Ausfall von Tobias Fink erfreut mich logischerweise auch nicht gerade, ich sehe ihn aber auch nicht so dramatisch wie manch anderer. Man könnte es pragmatisch sehen und sagen, da müssen wir uns eh bald dran gewönnen, dass er da nicht mehr rumtobt, aber das ist natürlich kein wirkliches Argument. An guten Tagen auf jeden Fall ein herber Verlust, aber vielleicht hätte er ja am Samstag einen nicht so guten gehabt… ich weiß nicht, ist halt schwer hier mit dem Schönreden… 😉 Mit Bösing ist auch doof, der hatte mir zuletzt ganz gut gefallen, aber zugegebenermaßen natürlich noch kein Stammspieler und insofern nicht so dramatisch für das Spiel. Richtig ärgerlich finde ich persönlich den Ausfall von Kessel, auch wenn er zuletzt selten von Beginn an gespielt hat, fand ich, dass er, beispielsweise auch gegen Stuttgart II, für viel Bissigkeit und Belebung gesorgt hat und halte ihn für sehr wichtig. Um das mit Humor zu nehmen, er hat wohl einen Feriensporn und keinen Fersensporn und da am Montag die Schule wieder anfängt, müsste er dann wieder fit sein… 😉FerienspornIch weiß, es gibt welche, die jetzt tatsächlich wieder anfangen über den Ausfall von Pazurek zu jammern, aber da mag ich mich nicht anschließen. Der fehlt uns nun schon wirklich eine Weile und konnte gut kompensiert werden, insofern sehe ich nicht, warum das nun gegen Erfurt ein Problem darstellen sollte.
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Ich wollte nochmal auf Stefan Krämer zurückkommen…

Der Mann ist privat übrigens FC-Fan. Sag ich, weil ich das cool finde, nicht, weil ich damit unsere FC-Hasser zur Kreuzigung aufrufen möchte. Ich war früher bekanntlich auch erst FC-Fan, bevor ich bei Fortuna gelandet bin und mag den Verein immer noch. Warum auch nicht. Aber vielleicht sollten wir Herrn Krämer morgen mal zeigen, dass er sich vertan hat. Hat bei mir ja damals auch geklappt. 😉 Ansonsten kennt er sich auch ganz gut aus in Köln, hat hier an der SpoHo studiert (auf Lehramt, hallo Kollege) und erstmal als wissenschaftlicher Mitarbeiter dort gearbeitet, bevor er einer Versicherung tätig war und das bis er 2011 hauptberuflich bei Arminia Bielefeld als Trainer anfing. Irgendwie ein cooler Werdegang, vielleicht aber auch nur mir als „Ich werd alles, aber keine Lehrerin“-Lehramtsstudentin besonders sympathisch. 😀

2. A propos FC… 

Vielleicht wollte da jemand beim Hinspiel in Erfurt schon mal einen Gruß an den zukünftigen Trainer schicken oder da war jemand einfach nur ein bisschen verwirrt. Ich bin mir aber sicher, nach dem Spiel kannte derjenige den SC Fortuna… 😉

FC Fortuna Köln
FC Fortuna Köln

3. Das Hinspiel in Erfurt…

… war aus mehreren Gründen genial. Nicht nur, dass wir mit dem so eher nicht erwartbaren 2:0 Auswärtssieg aus der Krise gekommen sind, die Erfurter waren auch echt ziemlich cool drauf und nett und hatten sogar einen ganz besonderen Gruß für die Eagles… hier ein paar Impressionen…

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Das hier geht an alle Schwarzmaler…

… seid wie Ozan!

Ihr erinnert Euch ganz sicher an den 03. Oktober 2015. Es war der Tag, an dem wir zu Hause mit 0:3 gegen die Würzburger Kickers verloren haben. Nachdem wir in der Woche zuvor beim VfB Stuttgart II ebenfalls mit 0:3 baden gegangen sind. Und davor in der englischen Woche dieses unfassbare 2:2 gegen Sonnenhof Großaspach hatten, wo wir bis zehn Minuten vor Ende noch 2:0 in Führung lagen und die deutlich bessere Mannschaft waren. Immerhin. Davor hatten wir nämlich mit 1:3 in Münster verloren und davor war das Heimspiel gegen Dynamo Dresden, wo wir bekanntlich mit 1:5 völlig untergegangen sind. Nicht zu vergessen davor die Auswärtsniederlage in Wiesbaden. Ebenfalls 0:3 und völlig unnötig. Ekelhafte und schmerzliche Erinnerungen, oder? Tut schon wieder weh beim Lesen. Das war eine Phase, wo echt nicht viel ging, wo wir zwischendurch Schlusslicht waren und man sich bei den Auftritten der Mannschaft wirklich manchmal fragen musste, wie zur Hölle wir in dieser Liga bleiben wollen. Wir hatten noch sehr viele Spiele vor der Brust und es sah verdammt schlecht aus und wurde natürlich noch viel schlechter geredet. Aber es gab berechtigte Gründe für diesen Pessimismus einiger, zweifellos. Wenn du in sechs Spielen fünf Niederlagen kassierst und aus einer guten Leistung gegen Großaspach und einer 2:0 Führung noch ein Remis machst – wenn auch mit freundlicher Unterstützung des Unparteiischen – dann musst Du Dich natürlich fragen, was schief läuft und darfst auch mal kurz den Mut verlieren.

Wenn Du aber dauerhaft den Mut verlierst, brauchst Du gar nicht mehr antreten. Nach zwölf Spieltagen ist noch niemand abgestiegen. Hätten unsere Jungs den Pessimismus im Umfeld damals geteilt und angenommen, stünden wir jetzt ganz sicher nicht im Pokalhalbfinale und mit 40 Punkten auf dem 11. Platz, sondern wären nach dem Würzburg-Spiel im hohen Bogen von Alemmania Aachen aus dem Pokal geschossen worden und würden jetzt vermutlich mit irgendwas um die 30 Punkte, wenn überhaupt, im Tabellenkeller sitzen und weinen. Stattdessen hat ausgerechnet Ozan Yilmaz den erlösenden Treffer in Aachen geschossen und uns befreit. Wenn irgendwer bei Fortuna ein perfektes Beispiel dafür ist, dass man nie die Hoffnung aufgeben sollte und es sich immer lohnt zu kämpfen, egal wie aussichtslos die Lage auch im Moment aussehen mag, dann wohl Ozan mit seiner Geschichte. Man kann sehr viel schaffen, wenn man den Glauben nicht verliert und mit einer positiven Einstellung an die Dinge herangeht. Dafür ist Ozan das beste Beispiel, sonst hätte er diesen Treffer gegen Aachen für uns nämlich nie erzielen können. Hätte Ozan so einen „Optimismus“ wie einige von Euch, hätte er vermutlich überhaupt nie wieder gegen einen Ball getreten. Also denkt mal drüber nach und seid ein bisschen mehr Ozan…

Auswärtssieg und Festung Südstadion

Was ist nach dem Pokalspiel in Aachen passiert? Wir haben mit 2:0 in Erfurt gewonnen. Wir. Auswärts. Gewonnen. Und wir haben fünf Heimsiege in Folge gefeiert. Hätte es Karnevalssonntag nicht gegeben, wären es sogar acht gewesen. Wir haben von den 17 Spielen nach dem Pokalspiel in Aachen nur noch vier verloren.  In Chemnitz, zugegebenermaßen ziemlich dämlich, nachdem wir in der ersten Halbzeit wunderbar gespielt und in der zweiten das Talent in der Kabine vergessen hatten. Danach in Aue mit 0:2. War ok, in Aue gewinnt man halt nicht. Niemand. Bisher immer noch nicht. Dann gab es die bereits erwähnte Pleite gegen Kiel an Karnevalssonntag, die aber keine durchgängig schlechte Leistung war und am Ende durchaus noch ein Remis hätte werden können. Verbuchen wir es einfach unter Karneval. Und gegen Kiel kannst Du halt auch verlieren, ist so. Und die Pleite gegen Dresden in Dresden. Natürlich musst Du da nicht 0:4 verlieren. Aber wenn Du Fortuna bist, machst Du keine halben Sachen. So ist es eben und gegen Dresden auch kein Drama. Nach der Auswärtspleite in Aue haben wir Osnabrück besiegt und zwar völlig klar. Osnabrück ist Aufstiegsaspirant und die drei Pukte hatte ganz sicher niemand ernsthaft eingeplant. Wir haben gegen unsere Freunde von den Stuttgarter Kickers einen deutlichen Sieg gelandet, was bei deren damaliger Form zwar nicht völlig überraschend kam, beim Blick auf unsere bisherigen Auftritte gegen sie aber auch nicht völlig selbstverständlich war. Danach haben wir mit 2:0 in Aalen gewonnen. Wir. Auswärts. Gewonnen. Und wir waren das erste Team, was überhaupt diese Saison in Aalen gewinnen konnte. Nach der Winterpause das unfassbar geile 5:1 gegen Hansa Rostock und auch auswärts haben wir sie nicht auf die Fresse gekriegt, sondern in Cottbus und vor allem bei den bärenstarken Magdeburgern jeweils ein 0:0 geholt. Wehen Wiesbaden haben wir mit 4:1 aus dem Südstadion gekegelt und die waren damals noch nicht so am Boden wie jetzt und wie wir gegen die im Hinspiel ausgesehen haben, wurde oben bereits erwähnt. Damals hatte Wehen noch Aufstiegsambitionen, jetzt hängen die ganz tief unten im Abstiegskampf. Es folgte ein 2:1 Heimsieg gegen Preußen Münster, ebenfalls noch Aufstiegskandidat. Dann ein 1:1 in Großaspach und auch wenn die gerade eine kleine Heimkrise durchlaufen und vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre, das war zu dem Zeitpunkt definitiv noch einer der absoluten Aufstiegsfavoriten, da muss man als Fortuna mit einem 1:1 nicht unglücklich sein, gerade auswärts.

Wo ist denn hier der Abstiegskandidat?

Ich habe das jetzt so klein klein aufgelistet, weil sich die vergangenen Spiele im Vergleich zur Aufreihung der Hinrunde verdammt gut lesen und es schöne Erinnerungen sind. Sieht man von dem Karnevalsausrutscher ab, waren wir zu Hause phasenweise unschlagbar und auswärts im Vergleich zur Hinrunde auf jeden Fall stabil. Wir sind immer noch auf Platz 4 der Heimtabelle aktuell und dann kommen einige und reden davon, wir wären ein Absteiger? Euer Ernst? Klar haben wir die schlechteste Defensive der Liga und 57 Gegentore. Aber das liegt nicht daran, dass die Jungs da hinten zu doof sind, sonst hätten wir beispielsweise ganz sicher nicht zuletzt auswärts häufig so wenig Tore kassiert (Magdeburg hat beispielsweise auch eine der besten Offensiven der Liga und wir sind da mit einem 0:0 rausgegangen und das war kein Zufall!). Das liegt einfach an unserer Spielweise. Wir haben nämlich andersrum auch die drittbeste Offensive der Liga mit 48 Toren. Nur zum Vergleich, wie das bei einem Club aussieht, der wirklich Angst haben muss abzusteigen – der VfB Stuttgart II hat die zweitschlechteste Abwehr mit 50 Gegentoren. Allerdings auch nur eine mittelprächtige Offensive mit 35 Treffern. Hätten sie die Spiele gegen uns nicht gehabt, hätten sie sogar nur 29 Treffer. Mit so einer Bilanz findest Du Dich auf Platz 20 wieder und bist wirklich im akuten Abstiegskampf. Alle Teams, die wirklich unten drin hängen, sind offensiv wie defensiv nicht überragend. Das ist bei uns anders. Also hört auf, auf der Defensive rumzukloppen, das ist momentan ganz sicher nicht angebracht, im Vergleich zur Hinrunde ist eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen und auch mehr Sicherheit. Die sollte man den Jungs verdammt nochmal nicht mit Schwarzmalerei nehmen, denn wie bereits oben erwähnt, viele Gegentore liegen einfach an unserer Spielweise und nicht an mangelnder Defensivkompetenz. Dass es hier und da einige Aussetzer gab (nicht nur in der Abwehr) und man sicherlich auch über bestimmte Personalentscheidungen unterschiedlicher Meinung sein kann, will ich gar nicht bestreiten. Sowas kommt aber vor und ist absolut kein Grund sich vorm Abstieg ins Hemd zu machen oder Uwe oder irgendwelchen Spielern mangelnde Kompetenz oder Einstellung unterstellen zu wollen. Stattdessen wäre Vertrauen angebracht, denn dass sie das verdient haben, wurde ja bereits bewiesen, ebenso wie die Kompetenz.

Nehmt die dunkle Brille ab (und Kramny die Voodoopuppe)

Nach den letzten beiden Pleiten gegen Stuttgart II und Würzburg hier Schwarzmalerei zu betreiben, ist aufgrund der oben angeführten Argumente wohl mehr als fehl am Platze. Gegen Stuttgart haben wir einfach beschissen gespielt, da müssen wir gar nicht drüber reden. Niemand weiß warum, die Leistung war völlig unerklärlich. So ist das halt manchmal. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Bei uns gegen den VfB II halt immer alle auf einmal. Damit sollten wir uns abfinden. Der Kramny hat noch eine Voodoopuppe im Schrank, ich bleib dabei. Die wirkt auch weiter, obwohl er jetzt die 1. Mannschaft (höhere Nationalspielerdichte und so) trainiert. Ich würde dieses Spiel einfach unter VfB Stuttgart II verbuchen. Es ist völlig egal, ob die Erster oder Letzter sind, solange der Kramny die Voodoopuppe hat, sehen wir scheiße gegen die aus. Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun, das ist einfach so. Punkt. Diskutieren wir diese Niederlage einfach nicht weiter, sie ist schließlich kein Untergang, nur unerklärlich. Die Pleite gegen Würzburg hingegen ist ziemlich leicht zu erklären. Wir haben unseren Meister gefunden. Punkt. In der ersten Halbzeit mag es noch einigermaßen ausgeglichen gewesen sein, in der zweiten Halbzeit hat sich gezeigt, warum die Würzburger nach Aue die beste Abwehr der Liga stellen. Sie haben uns ausgeschaltet. Gefühlt haben an fast jedem Fortunen in Ballbesitz sofort mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Würzburger geklebt und ihn entweder direkt vom Ball getrennt oder so lange gestresst, bis der Ball ganz sicher nicht da ankam, wo er hin sollte. So schaltest Du Fortuna aus. So schaltest Du fast jede Mannschaft aus. Deswegen stehen die auch auf dem 4. Tabellenplatz und in der Formtabelle auf Platz 1. Da kannst Du mal verlieren und musst trotzdem nicht sofort ein Abstiegskandidat sein. Dass es dann direkt wieder in der Höhe sein muss… naja, wir sind halt Fortuna. Dafür gewinnen wir eben dann andersrum auch gerne hoch. Wir machen halt keine halben Sachen. Ganz oder gar nicht.

Auf den Punkt gebracht: Kein Grund zur Sorge!

Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen: in der Hinrunde um diese Zeit hatten wir erst zwei Siege, dazu drei Remis und sieben Niederlagen. Noch dazu haben wir bei den Niederlagen gegen Stuttgart und Würzburg richtig beschissen ausgesehen. Da war tatsächlich Grund zur Sorge.

Danach haben wir nur noch zwei Heimspiele verloren, nämlich an Karnevalssonntag und gegen den VfB Stuttgart, was beides für sich spricht. Wir haben teils sensationelle Siege gelandet, mit denen niemand ernsthaft in dieser Form gerechnet hätte wie der gegen Osnabrück, das 5:1 gegen Rostock oder auch der Dreier gegen Münster.

Wir hatten zuletzt wirklich einige schwere Gegner, wo vielleicht teilweise mehr drin gewesen wäre (z.B. Großaspach), wo man eben aber auch teilweise einfach seine Grenzen kennenlernt und nicht punkten muss (z.B. Dresden).

Wir stehen aktuell mit 40 Punkten auf Platz 11. Ohne unser eigenwilliges Torverhältnis könnte es auch Platz 9 sein mit 40 Punkten. Ohne das hätten wir aber vermutlich auch nicht so viele Punkte. Der Abstand auf Platz 18 sind sechs Punkte. Das klingt zunächst nicht viel, allerdings müssen wir die erstmal liegen lassen und die anderen alle so viele sammeln, dass sie vorbei ziehen. Stellt man das Experiment andersrum an und guckt, wo wir mir sechs Punkten mehr stünden (da würden schon wieder viele vom Aufstieg reden), merkt man, wie viel sechs Punkte dann eben doch sein können. Und ab jetzt erwarten uns wieder Gegner, die uns eher liegen, d.h. es gibt überhaupt keinen Grund daran zu zweifeln, dass wir die magischen 45 Punkte und damit das endgültig sichere Gefilde bald erreichen.

Kritik ja, Schwarzmalerei nein

Jeder darf sich aufregen über schlechte Leistungen, darf Personalentscheidungen anders sehen, sachlich kritisieren und diskutieren oder wenn er’s braucht sich auch Sorgen machen. Grund zur Sorge gibt es meiner Meinung nach zum aktuellen Zeitpunkt nicht wirklich aus den bereits genannten Argumenten. Das hat nichts mit rosa Brille zu tun, wie sie teilweise unterstellt wurde, sondern das sind einfach Fakten. Natürlich kann man überall auch nur das Negative sehen (und sich dann umso mehr freuen, wenn’s doch gut läuft – vielleicht ist das ja die Glücksstrategie einzelner Menschen), aber wenn wir uns selbst schlecht reden, stärkt das maximal den Gegner. Selbsterfüllende Prophezeihung. „Ha, ich hab’s ja immer gewusst! Natürlich geht es schief.“ – Glückwunsch!

Ich denke, die wenigsten Menschen schöpfen aus Unkenrufen besonders viel Motivation, doch das Gegenteil beweisen zu wollen. Oder warum ruft Ihr „Du schaffst das nicht, du schaffst das nicht, lass das sein!“ – vermutlich nicht, um den gegnerischen Schützen zu motivieren. Was glaubt Ihr dann also bringt es, innerhalb der Fortuna die Schwarzseherbrille aufzusetzen? Wie gesagt, jedem seine Meinung und das Recht, sie zu äußern – aber mit übertriebener Schlechtrederei (und nichts anderes betreiben manche) stärkt Ihr höchstens den Gegner, ganz sicher nicht das Selbstvertrauen unserer Jungs. Und genau das ist es, was wichtig ist und was man der Truppe nicht ausquatschen darf nach zwei (ich betone, es waren NUR ZWEI!) Niederlagen, die man durchaus auch noch differenziert betrachten kann und die nicht der Weltuntergang oder gar der Abstieg sind.

Verliert den Blick auf das Positive nicht und glaubt an unser Team. Es gibt immer mal Rückschläge auf dem Weg zum Ziel, manchmal auch dumme und scheinbar unerklärliche. Genau so wie es überraschende Schübe gibt – wer hätte denn nach dem Würzburg-Spiel in der Hinrunde geglaubt, dass danach die Festung Südstadion plötzlich wieder steht? Vertraut unserer Truppe und ihrer Arbeit, sie haben bewiesen, dass sie das verdient haben. Viel mehr als niedergeredet zu werden.

Seid wie Ozan!

Nach dem Hinrundenspiel gegen Würzburg kam das Pokalspiel gegen Aachen. Das hätten wir zweifellos auch übel verkacken können und ich hatte richtig Schiss und Nervenflattern. Ich wäre sogar fast in Köln am Bahnhof nicht in den Zug gestiegen, weil ich dachte, ich halte es nicht aus, da jetzt auch noch die Klatsche miterleben zu müssen. Es kam keine Klatsche, es kam die Erlösung. Durch Ozan. Für Ozan. Für uns alle. Danach ging es wieder bergauf, die Mannschaft war wie befreit. Und wir auch. Ich weiß noch, wie wir gefeiert haben und wie sehr sich viele von uns gefreut haben, dass es ausgerechnet Ozan war, der dieses Tor geschossen hat, einerseits für ihn persönlich, dass er diese Rückkehr geschafft hat und andererseits wegen der Symbolträchtigkeit, dass ausgerechnet er den Befreiungsschlag geschossen hat und die Wirkung auf die Mannschaft blieb ja auch nicht aus – es ging bergauf, sogar soweit, dass einige schon vom Aufstieg träumten.

Seid doch einfach wie Ozan. Seid glücklich und dankbar für das, was bereits geschafft ist und schaut positiv nach vorne auf’s Ziel und plötzlich ist es erreicht. Ein Pokaltor von der richtigen Person und es hat Klick gemacht in den Köpfen.

Man sieht also andersrum, was negativer Input bewirken kann und wie sich positiver auswirkt. Wenn Hennef 0:5 verliert, heißt es plötzlich, die hätten sich für uns geschont. Hätten sie 5:0 gewonnen, wäre unsere Pokalniederlage damit vermutlich auch vorgezeichnet gewesen. Hätten sie 5:5 gespielt, hätte vermutlich auch noch irgendwer daraus gelesen, dass sie offensiv zu stark für unsere Abwehr sind und wir, falls wir es soweit schaffen, ganz sicher unglücklich im Elfmeterschießen verlieren. Man kann sich alles zurechtreden, wie man es braucht. Colaglas halb voll, Colaglas halb leer, Colaglas mit genügend Raum für Whisky. Jeder sieht das, was er sehen möchte.

Aber Glaube kann bekanntlich Berge versetzen und mangelnder Glaube an sich selbst die größte Blockade sein. Werft unseren Jungs nicht unnötig Steine in den Weg, indem Ihr schlecht redet, was nicht schlecht ist, so dass es dann vielleicht schlecht wird, weil der ein oder andere es sich eventuell zu sehr zu Herzen nimmt und negative Worte leider meist viel mehr haften bleiben als Lob.

Letztenendes wollen doch hier alle dasselbe: den Klassenerhalt. Der ist ganz nah und wenn es einmal läuft, dann läuft es bei uns, positiv wie negativ, in jeglicher Hinsicht. Also sorgt dafür, dass es wieder richtig positiv wird und bringt den Jungs Unterstützung statt Gegenwind. Hört auf negative Stimmung zu verrebiten, fahrt nach Hennef, kommt gegen Erfurt ins Stadion und macht Stimmung und schwingt Euren Hintern nach Mainz, es ist wirklich nicht weit. Das ist es, was unser Team verdient – Unterstützung und Vertrauen. Das war es auch, was Ozan bekommen hat und wodurch er uns dann in Aachen erlösen konnte.

Bevor nächstes Mal jemand schwarzmalen will… denkt an Ozan und wo er heute wäre, wenn er solch eine Einstellung gehabt hätte. Seid einfach alle ein bisschen mehr Ozan…

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Quo vadis ~ FWK – Würzburger Kickers

Quo vadis?

Würzburger Kickers

 

 

  • Flyeralarm Arena (Kickersstadion am Dallenberg)
  • Adresse: Mittlerer Dallenbergweg 49 97082 Würzburg
  • 10.006 Plätze
  • Infos zu Tickets und einen Stadionplan findet Ihr hier
Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: Fußball-Club Würzburger Kickers e.V.

abgekürzt: FWK, Würzburger Kickers, Rothosen

Habt Ihr Geschichte?
  • gegründet 17. November 1907 von Gymnasiasten mit den Vereinsfarben Rot und Weiß, daher der Spitzname Rothosen
  • 1909 Umzug von der Spielstätte am Galgenberg zum Platz an der Randersackererer Straße
  • 1912 Einzug in die Ostkreisliga (damals höchste Spielklasse mit Gegnern wie dem 1. FC Nürnberg und Bayern München)
  • diverse Erfolge trotz der Wirren des 1. Weltkriegs, der auch den Fußball nicht unbeeinflusst ließ und Etablierung auf höchstem Niveau, konnten den Fußball im Nordwesten Bayerns dominieren
  • bis zum 2. Weltkrieg bedeutender Verein im Würzburger Fußball, wurden allerdings 1927 vom FV 04 übertrumpft, was die Zugehörigkeit in der Erstklassigkeit anging
  • mussten beim Einzug um die Finalrunde zur Nordbayerischen bzw. Süddeutschen Fußballmeisterschaft regelmäßig gegen die starken Konkurrenten vom 1. FC Nürnberg bzw. Greuther Fürth passen
  • durch Reformen im Ligabetrieb hatte man zwischenzeitlich kaum Chancen, oben mitzuspielen und schaffte es erst durch neuerliche Reformen 1930 wieder aufzusteigen und mit dem Stadtrivalen FV 04 gleichzuziehen
  • 1930 kehrte man auch zum traditionellen Namen Würzburger Kickers zurück, nachdem man sich 1928 nach dem Zusammenschluss mit dem VfL Würzburg in FC Würzburger Kickers VfL umbenannt hatte
  • bis 1933 konnte man sich in der Liga halten, dann wurde sie durch die Nazis aufgelöst und es wurden 16 Gauligen gegründet, in denen die Würzburger Kickers jedoch nicht mitspielten
  • erst 1940 stiegen die Kickers wieder ins Geschehen ein mit dem Aufstieg in die Gauliga
  • es folgte der sofortige Abstieg und in der folgenden Saison der direkte Wiederaufstieg
  • ab 1943 bildete man zusammen mit dem FV 04 die Kriegsspielgemeinschaft Würzburg (KSG Würzburg) bis zur kriegsbedingten Einstellung des Spielbetriebs
  • das Stadion an der Randersackerer Straße wurde durch einen Bombenangriff völlig zerstört
  • nach dem Krieg schloss sich der TSV Würzburg den Kickers an und man nannte sich SC Würzburger Kickers
  • in der Saison 1945/46 trat man in der Bayernliga als Landesliga an (damals zweithöchste Liga)
  • 1947 Abstieg in die Bayernliga Nord
  • 1950 Wiederaufstieg in die Bayernliga (inzwischen dritthöchste Spielklasse)
  • 1956, kurz vor dem 50. Jubiläum, Rückkehr zum Ursprungsnamen
  • 1967 Umzug ins neu gebaute Stadion am Dallenberg
  • bis zum Aufstieg in die 2. Bundesliga 1977 durchgängig in der Bayernliga gespielt, meistens mit einstelligen Platzierungen
  • direkter Wiederabstieg in die Bayernliga
  • 1983 Abstieg aus der Bayernliga
  • es folgten viele Jahre in der Landesliga mit weiteren Abstiegen bis hin zur Bezirksliga und Wiederaufstiegen bis in die Bayernliga. Die meiste Zeit befand man sich aber bis 2012 in der Landesliga
  • man fing noch während der Spielzeit in der Landesliga mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes für bessere Trainingsbedingungen an, auf dem die Nationalelf Ghanas während der WM 2006 trainierte
  • in der Saison 2012-13 gab es einen Doppelaufstieg: durch den Meistertitel in der Landesliga Nord war man an der Teilnahme zur Regionalliga-Relegation berechtigt. Durch ein Freilos in der ersten Runde und einen Sieg in der zweiten Runde konnte man die fünftklassige Bayernliga überspringen und direkt in die viertklassige Regionalliga Bayern aufsteigen
  • somit überholte man den Stadtrivalen Würzburger FV, der in der Bayernliga spielte
  • 2014 Gewinn des Toto-Pokals und dadurch Erreichen der 1. Runde des DFB-Pokals (neben Doppelaufstieg der größte Vereinserfolg)
  • Erfolgsvater Dieter Wirsching verabschiedete sich nach dieser Saison von den Kickers und wurde vom heutigen Trainer Bernd Hollerbach zur Saison 2014/15 abgelöst
  • Austausch von 14 Spielern, komplette Neuaufstellung mit der Zielsetzung Aufstieg in die 3. Liga und entsprechender Marketingmaschinerie für das entsprechende Geld durch Hollerbachs Connections u.a.
  • Verpflichtung von mehreren Spielern mit Profi-Vergangenheit sowie aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum
  • Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (in der 2. Runde knapp an Eintracht Braunschweig gescheitert)
  • Herbstmeister 2014/15
  • Meister 2015 und somit Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken, wo man sich am Ende im Elfmeterschießen durchsetzte
Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 6
  • Punkte: 44
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 1,47
  • Torverhältnis: 29:19
  • Tore pro Spiel: 0,97:0,63
  • zu Hause: 3-9-3 -> man teilt hier gerne mit seinen Gästen, woraus Platz 17 in der Heimtabelle resultiert
  • auswärts: 7-5-3 -> was man zu Hause an Gastfreundlichkeit zeigt, packt man auswärts gerne an Souvenieren ein – kein angenehmer Gast, wie wir im Oktober bereits schmerzlich zu spüren bekommen haben
  • Offensive: 29 Tore aus 30 Spielen, Platz 17 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 19 Tore aus 26 Spielen, Platz 1 in der Defensivtabelle
  • aktuelle Form: Platz 2 in der Formtabelle (Fortuna Platz 16) mit 15 Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 5,13 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Amir Shapourzadeh (5 Tore, 7 Vorlagen in 23 Spielen), Rico Benatelli (4 Tore, keine Vorlage in 29 Spielen), Nejmeddin Daghfous (3 Tore, 4 Vorlagen in 23 Spielen), Elia Soriano (3 Tore, 1 Vorlage in sechs Spielern und der erste nominelle Stürmer von den bisher genannten), Adam Jabiri (3 Tore, keine Vorlage in 20 Spielen) (mal so off the record: Mir laufen gerade die Schweißperlen, wenn ich dran denke, dass ich diese Namen am Freitag beim Fanradio vermutlich mehrfach aussprechen muss… 😉 – ich bitte jetzt schon um Verzeihung!)
  • Trainer: Bernd Hollerbach (seit 01. Juli 2014, Vertrag bis 30.06.2017)
Müssen wir Angst haben?

Angst nicht, aber Respekt ganz sicher. Vor allem sollten wir wach sein, das würde schon helfen… Ihr versteht, was ich meine. Aber ich denke nicht, dass sich sowas Verpenntes wie gegen Stuttgart II (und ich wette meinen Arsch drauf, der Kramny hat noch eine Voodoo-Puppe von damals und hat die irgendwo eingeschlossen oder sowas) in Würzburg nicht wiederholen wird, weil wir nämlich nicht mehr Hinrunde haben und weil Uwe ganz sicher die passenden Worte gefunden hat. Außerdem ist Biada wieder fit und mit Königs und Biada im Duo haben wir ganz sicher eine Chance gegen die starke Würzburger Defensive…

  1. Damit wären wir beim Thema… Minimalismus heißt das Stichwort in Würzburg. Erst 19 Tore haben die insgesamt kassiert und davon vor eigenem Publikum bisher ganze vier (!) diese Saison! Das schafft Fortuna in einem Spiel, wenn’s sein muss… *hüstel*
  2. Minimalismus aber eben auch offensiv… Ihr habt es eben vielleicht schon geahnt, als Ihr die Top-Scorer gelesen habt. Irgendwie ist das nicht viel… 29 Tore bisher insgesamt diese Saison (zum Vergleich: wir haben 47 – aber auch 53 Gegentore). Von ihren 29 Toren haben die Würzburger lediglich zehn zu Hause erzielt – ich würde jetzt fast behaupten, auch das schafft Fortuna notfalls in einem Spiel, gegen Rostock hat nicht viel gefehlt… naja, fast. 😉
  3. Aber wie man sieht… wer hinten nichts reinlässt, muss vorne auch nicht viel reinbringen – Platz 6 spricht für sich.
  4. Den 6. Platz hat man aber primär auswärts eingefahren, mit einer Bilanz von 7-5-4 zweitbestes Auswärtsteam. Ja, haben wir gemerkt.
  5. Zu Hause ist man hingegen ein freundlicher Gastgeber und teilt gerne und oft die Punkte – ganze 9x bisher diese Saison. Dreimal hat man alles behalten, dreimal alles mitgegeben. So landet man auf Platz 17 der Heimtabelle.
  6. Es  ist allerdings Vorsicht geboten – zwei der drei Heimsiege waren in den vorletzten beiden Heimspielen, als man Münster mit 3:0 (quasi fast die Hälfte aller Heimtreffer) und Mainz mit 1:0 schlug.
  7. Beim Unentschieden spielt man am liebsten 1:1 in Würzburg. Passt zur Philosophie, dass sich jeder ein bisschen freuen kann, auch über ein Tor. Allerdings wird auch gerne der Minimalismus auf die Spitze getrieben, 3x gab es ein 0:0 und ebenfalls dreimal verlor man 0:1. Falls also Königs oder Jules oder sonstwer einmal durch den Beton preschen, wär ja irgendwie schon gut…
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Wenn ich jetzt geschrieben habe, dass die Würzburger unangenehme Gäste sind, meinte ich das ausschließlich nur fußballerisch…

An dieser Stelle nochmal ein explizites Lob und liebe Grüße an die Würzburger Fans, die im Oktober bei uns zu Gast waren. Vielleicht sind einfach alle, die irgendwie Kickers heißen immer nett, man weiß es nicht… 🙂 Auf jeden Fall habe ich selten so nette Gästefans erlebt und ich häte mir auch nicht träumen lassen, dass mir ausgerechnet die Gästefans nach der desaströsen Vorstellung unserer Mannschaft meinen Geburtstag retten, indem sie mir am Vereinsheim ein Ständchen singen und fröhlich die Kränze raustragen. Ihr wart echt toll und ich freu mich für Euch, dass es so gut läuft. Also seid nett zu uns wie zu fast allen Gästen und lasst uns was Zählbares mitnehmen… 😉

2. Die Kickers bieten ihren Fans ganz viel tollen Service

Es gibt nämlich u.a. für sehbehinderte Menschen eine Blindenreportage bei den Heimspielen und auch die Zeitschrift der Kickers (hier online zum Ansehen) ist richtig toll gemacht. Auch ansonsten ist man in Sachen Medien ganz weit vorne, zum Beispiel mit einem Whatsapp-Service zum Verein.

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Wer kommt denn da? ~~~ VfB Stuttgart II

Wer kommt denn da?

VfB Stuttgart II

VfB Stuttgart 1893 Logo

 

Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V.

(Ich dachte übrigens bis eben, es hieße Verein für Ballsportarten – Verein für Bewegungsspiele habe ich noch nie gehört, klingt aber irgendwie lustig )

Habt Ihr Geschichte?
  • Vereinsgründung am 09.09.1893
  • mit fast 45.000 Mitgliedern einer der größten Sportvereine Deutschlands und der größte in Baden-Württemberg, angesiedelt in Bad Cannstatt
  • 1951 Gründung der 2. Mannschaft als Amateurmannschaft zum behutsamen Aufbau junger Talente
  • einer der erfolgreichsten Amateurmannschaften im deutschen Fußball mit überdurchschnittlich vielen Titeln
  • durften zunächst nicht aufsteigen, da der Verband misstrauisch war, ob die Amateurabteilung dazu genutzt werden sollte, Spielern Geld unter der Hand zukommen zu lassen, deswegen zunächst nur Spiele in der Stuttgarter A-Klasse
  • nachdem man in der A-Klasse dreimal nacheinander von 52-54 überlegen Meister wurde, erlaubte der Verband den Aufstieg in die 2. Amateurliga
  • nach fünf Jahren Aufstieg in die 1. Amateurliga
  • 1960 Württembergischer Amateurmeister, viele Spieler wechselten daraufhin in den Profibereich, kompletter Neuaufbau des Teams
  • 1962/63 Deutscher Amateurmeister nach Endspiel gegen den VfL Wolfsburg
  • 1963 Süddeutscher Amateurmeister
  • 1964, 1965 und 1971 ebenfalls Württembergischer Amateurmeister
  • 1970 Württembergischer Pokalsieger
  • 1971 Finalist um die Deutsche Amateurmeisterschaft
  • 1974 Erreichen des Viertelfinales im DFB-Pokal
  • 1980 erneut Deutscher Amateurmeister und Württembergischer Pokalsieger
  • 1981 Württembergischer Pokalsieger
  • 1988 Abstieg von der Oberliga in die Verbandsliga
  • nach Rückkehr in die Oberliga Verpassen der Qualifikation für die 1994/95 gestartete Regionalliga
  • Aufstieg in die Regionalliga in der Saison 1997/98
  • 2000 Württembergischer Pokalsieger
  • in der Saison 2000/01 schlug man in der 1. Runde des DFB Pokals Eintracht Frankfurt mit 6:1 um dann in der 2. Runde gegen die eigene 1. Mannschaft mit 0:3 auszuscheiden – da nennt man wohl ein wirklich bitteres Los! (Inzwischen sind 2. Mannschaften im DFB-Pokal übrigens nicht mehr teilnahmeberechtigt)
  • 2000/01 2. Platz in der Regionalliga Süd – damit Berechtigung zum Aufstieg in die 2. Bundesliga – jedoch nicht für 2. Mannschaften. Erfolgsspieler wie Kevin Kuranyi,  Aljaksandr Hleb, Andreas Hinkel und Ioannis Amanatidis wechselten von der 2. in die 1. Mannschaft
  • 2001/02 Platz 16 durch den Abgang der „Jungen Wilden“ und somit Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg
  • 2002/03 sofortiger Wiederaufstieg und bis 2007/08 durchgängig in der Regionalliga, seitdem in der neugegründeten 3. Liga
  • Spieler wie Sami Khedira, Mario Gomez und Serdar Tasci stammen ebenfalls ursprünglich aus der 2. Mannschaft und schafften den erfolgreichen Sprung in die erste und darüber hinaus
Habt Ihr Rekorde?

Allerdings!

  1. In der Saison 2000/01 schlug man die Profis von Eintracht Frankfurt in der 1. Runde des DFB-Pokals mit 6:1. Dies ist bis heute der höchste Sieg eines Amateurteams gegen einen Bundesligisten im DFB-Pokal.
  2. Seit der Saison 2010/11 ist der VfB Stuttgart II (mit Ausnahme der Saison 2013/14) immer die bestplatzierte 2. Mannschaft im deutschen Fußball gewesen
Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 20 (Träger der roten Laterne

)

  • Punkte: 27
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 0,93
  • Torverhältnis: 32:48
  • Tore pro Spiel: 1,10 : 1,66
  • zu Hause: 3-5-7 -> nur Cottbus ist zu Hause noch schlechter – leider waren wir in der Hinrunde aber einer von drei…
  • auswärts: 3-4-7 -> Platz 15 in der Auswärtstabelle und damit immerhin zwei Plätze besser als wir – hilft Euch nur nichts, weil wir auf Platz drei der Heimtabelle stehen und Ihr diesmal bei uns zu Gast seid
  • Offensive: 32 Tore aus 29 Spielen, Platz 11 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 48 Tore aus 29 Spielen, Platz 19 in der Defensivtabelle (nur wir haben die 50 schon voll – aber dafür sind wir offensiv auch ganz vorne mit dabei!)
  • aktuelle Form: Platz 18 in der Formtabelle (Fortuna Platz 6) mit sechs Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 6,23 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Borys Tashchy (6 Tore, 2 Vorlagen in 19 Spielen), Marco Grüttner (5 Tore, 0 Vorlagen in 24 Spielen), Daniele Gabriele (4 Tore, 2 Vorlagen in 23 Spielen), Max Besuschkow (3 Tore, 6 Vorlagen in 25 Spielen) und Marvin Wanitzek (3 Tore, 2 Vorlagen in 14 Spielen)
  • Trainer: Walter Thomae (seit 21. Dezember 2015)
Müssen wir Angst haben?

Sagen wir mal so… Angst ist immer ein schlechter Ratgeber – also nein! Auch wenn hier definitiv nicht gerade unser Lieblingsgegner anreist… *hüstel*

  1. Wir haben tatsächlich alle drei Partien gegen den VfB in der 3. Liga bisher verkackt. Das Hinspiel mit 0:3 (kurz vor unserem absoluten Tiefpunkt), in der vergangenen Saison zu Hause mit 0:1 und in Stuttgart mit 1:3. Allerdings hatten wir auch noch nie so gute Karten gegen die zu gewinnen wie diesmal, denn…
  2. Der VfB trägt nicht umsonst die rote Laterne. Wir empfangen hier die Mannschaft mit der zweitschwächsten Defensive der Liga und bisher sagenhaften 48 Gegentoren und im Gegensatz zu uns gleichen die es nach vorne nicht aus. Soll heißen, Marco und Jules werden dafür sorgen, dass der VfB nach diesem Spieltag auch in der Defensivtabelle die rote Laterne hat und das sicherlich relativ problemlos.
  3. Was uns in der Vergangenheit oft Probleme bereitet hat, war der inflationäre Einsatz von Profispielern und teilweise sogar Nationalspielern (!) in der 2. Mannschaft gegen uns. Offenbar hatte Jürgen Kramny großen Respekt vor uns… glücklicherweise trainiert der aber inzwischen die 1. Mannschaft und kann dort ungeschoren mit diesen Spielern um sich werfen. Nachfolger Thomae hat mit Cacau (zuletzt gegen Chemnitz sein erstes Tor) zwar einen ehemaligen Nationalspieler zur Verfügung und mit Ferati, Ristl, Wanitzek und Tashchy Spieler, die durchaus zwischen den Teams wechseln, aber das ist natürlich kein Vergleich zu solchen Nummern wie dem Einsatz von Antonio Rüdiger (mittlerweile AS Rom, sagt alles) gegen uns.
  4. Der VfB hat zwar zuletzt auswärts gegen die 2. Mannschaft von Bremen gewonnen, ist jetzt aber nicht grundsätzlich für seine Auswärtsstärke bekannt bei einer Bilanz von lediglich drei Siegen (vier Remis und sieben Niederlagen).
  5. Durchschnittlich holt man auswärts 0,93 Punkte pro Spiel, schießt ein Tor und kassiert 1,71 Gegentore. Dass die auch bei uns wieder eins schießen, davon ist auszugehen – wir sind da bekanntlich sehr gönnerhaft. 😉 Ich denke aber, die Anzahl der Gegentore für die Stuttgarter dürfte den Durchschnitt deutlich übersteigen (was auch unseren Freunden von den Stuttgarter Kickers Schützenhilfe im Abstiegskampf leisten würde)
  6. Die Abwehrleistung der Stuttgarter wird ganz sicher nicht souveräner durch den Ausfall von Innenverteidiger Stephen Sama. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler wird wegen einer Oberschenkelverletzung gegen uns nicht antreten können.
  7. Zuletzt schaffte der VfB zu Hause gegen Chemnitz (das schlechteste Auswärtsteam der Liga) nur ein 1:1.
  8. Die 32 Saisontore stammen von 13 verschiedenen Spielern. Wir müssen also nicht speziell vor irgendwem Angst haben. Eigentlich müssen wir überhaupt keine Angst mehr haben. Wir konnten die noch nie sooo schlagen wie kommenden Samstag. Und Rüdiger und Kramny sind nicht mehr dabei. Mich persönlich beruhigt das sehr. 😉
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Irgendwas war doch mit dem Stadion?

Stimmt. Das kennen wir noch woanders her. Man teilt sich die Waldau mit den Stuttgarter Kickers, weil das eigene Robert-Schlienz-Stadion den Drittligaauflagen nicht gewachsen war.

2. Ich sollte das jetzt bestimmt besser nicht schreiben, aber…

… ich möchte wissen, ob es nur mir so geht oder das auch anderen auffällt: Erinnert Euch Jürgen Kramny (Ja, ich weiß, der ist nicht mehr bei der 2. – aber wir hatten ja lange genug unseren „Spaß“ mit ihm) auch an jemanden? Falls ja, schreibt mir eine Mail an

Kati@suedstadtlegenden.de

und jeder, der da die selbe Assoziation hatte wie ich, bekommt am Samstag nach dem Spiel von mir ein Kölsch auf den Heimsieg ausgegeben! 😀 (Sollten es mehr als zehn sein, entscheidet das Los, aber wahrscheinlich bin ich sowieso die Einzige, die da eine Ähnlichkeit sieht… *hüstel*)

 

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Tor des Monats: Eure Stimme für Julius Biada!

Nur für den Fall, dass es hier irgendjemand noch nicht mitbekommen haben sollte: Julius Biada ist mit dem Treffer zum 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden zum Tor des Monats nominiert und ich möchte Euch bitten, alle ganz fleißig für ihn abzustimmen! Ihr selbst könnt dabei sogar auch noch was gewinnen, aber in erster Linie geht es natürlich darum, dass Jules – der Mann der, genau wie Marco Königs, die Dinger notfalls sogar noch direkt aus der Kabine oder von der Pohligstraße reinhämmern würde, die verdiente Ehrung für seine Wahnsinnsleistungen in Diensten der Fortuna erhält und Torschütze des Monats wird!

Also bitte alle abstimmen für Julius Biada!

Hier, Tor Nummer 4 -> *klick!!!*

Übrigens, kleiner Fun Fact am Rande… das war die Werbepostkarte der Fortuna zum Heimspiel vergangene Saison gegen Wehen Wiesbaden:

Geiler Scheiß, eingelocht zum Tor des Monats, Julius Biada - Fußballgott!
Geiler Scheiß, eingelocht zum Tor des Monats, Julius Biada – Fußballgott!

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Das war damals das vorletzte Saisonspiel und das letzte Heimspiel, Mitte Mai und wir hatten gerade erst den Klassenerhalt gesichert. Jetzt haben wir Anfang März und stehen bei 40 Punkten. Wenn es richtig gut läuft, können wir bereits übernächsten Freitag in Würzburg die 45-Punkte-Marke knacken und haben damit den Klassenerhalt sicher. Übernächsten Freitag! Das ist der 19. März!!! Wer hätte das gedacht? Vor allem, wenn man daran denkt, wo wir in der Hinrunde um diese Zeit standen… das Spiel gegen Würzburg war für mich der absolute Tiefpunkt dieser Saison, da wirkten wir fast tot (gegen Stuttgart II konnte ich nicht dabei sein, aber den Erzählungen nach war es ähnlich übel). Und danach ging es aufwärts, aber sowas von!!!

An unser Team: Ihr seid der Wahnsinn!!! Ich habe immer an Euch geglaubt und nie daran gezweifelt, dass wir den Klassenerhalt diese Saison schaffen und diese Meinung auch in der zwischenzeitlichen Tiefphase während der Hinrunde immer deutlich vertreten, sogar auf dem Heimweg vom Würzburg-Spiel, wo es richtig weh getan hat und Ihr mir meinen Geburtstag verhagelt habt. 😉 Riesendank an Euch, dass Ihr das Vertrauen in Euch so bestätigt habt und immer weiter gekämpft habt, so dass Ihr nun den verdienten Lohn für Eure Arbeit einstreichen könnt. Und natürlich auch und vor allen Dingen ein Riesendank an Uwe, der sich nicht entmutigen lassen hat damals und seinen Plan erfolgreich weiter verfolgt hat! Inzwischen wissen hoffentlich wieder alle, was wir an Euch haben!

Und an die ganzen Flachpfeifen, Stänkerer und Berufspessimisten von damals, die sogar gewagt haben, Uwes Rücktritt zu fordern und auf unser Team eingehackt haben – Ihr habt die passende Antwort bekommen! Ich hoffe, dass Ihr Euch ein wenig besonnen habt und nun mit der gleichen Energie mal positiv an die Sache rangeht! Dass Ihr für Julius Biada und sein Tor des Monats abstimmt (und das am besten auch fleißig Euren Freunden und Bekannten nahelegt), ist wohl das Mindeste, was Ihr tun könnt! Ansonsten solltet Ihr Euren Hintern ins Stadion schwingen bei den Heimspielen und am besten das Ganze mit ein paar Freunden im Schlepptau! Es wird jetzt wieder wärmer, wir haben sieben der letzten acht Heimspiele gewonnen und nirgendwo fallen so viele Tore wie bei uns! Es gibt also keine verdammte Ausrede mehr!!!

Auch auswärts hätte unser Team viel mehr Unterstützung verdient! Ich weiß, das kostet alles Geld und nicht jeder kann es sich leisten ständig auswärts zu fahren und es kann auch manchmal anstrengend sein. Es verlangt auch gar keiner, dass hier jeder zu jedem Auswärtsspiel fährt, aber ein bisschen weniger Jammern und ein bisschen mehr Wollen und dann geht eigentlich ziemlich viel und man kann auch günstig und entspannt auswärts fahren, das ist alles ein bisschen eine Sache der Planung… wer es nicht glaubt oder nicht weiß wie, fragt einfach mal bei Reiseleiter Inge an, der hat eigentlich immer gute Tipps. 😉 Ich stehe auch gerne für Rückfragen zur Verfügung (und möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich Studentin bin und es auch nicht gerade dicke habe, aber es geht mit den Auswärtsfahrten, wenn man will).

Keine Ausreden mehr

Die richtig weiten Auswärtsspiele sind durch, wir müssen nicht mehr in den Osten (wovor manch einer aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen Manchetten hatte), die Ausrede ist also auch weg. Als nächstes geht es Freitag abends gegen Würzburg. Wenn das nicht drin ist bei so einem Termin, weil es mit der Arbeit nicht vereinbar ist, habe ich vollstes Verständnis. Aber wer damit halbwegs flexibel ist, hat hier die Chance zu einer richtig netten Tour – ist schön da unten und Ihr könntet sogar überlegen, am Samstag noch die Stuttgarter Kickers in Großaspach mitzunehmen und zu unterstützen, wenn Ihr eh schon unten seid…

Danach folgen Mainz, Bremen und Osnabrück.  Nach Mainz wird es sehr wahrscheinlich einen Bus geben, um den Eagles die Stornogebühren für den zuletzt mangels Teilnehmern abgesagten Bus zu ersparen. Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand Bedenken gegenüber den Bustouren hat. Andererseits sollte man sich aber vielleicht auch überlegen, dass der Bus auf jeden Fall eine Möglichkeit bildet, um günstig zu Auswärtsspielen zu kommen und vielleicht gerade der Bus nach Mainz eine Chance darstellt, um nochmal zueinander zu kommen in Sachen Bustouren. Man fährt nach Mainz nicht ewig, insofern könnte man den Jungs hier als Zweifler nochmal eine Chance geben zu beweisen, dass sie auch anständig können und wenn’s schiefgeht, muss man trotzdem nicht acht Stunden Terrortour ertragen. 😉 Denkt einfach mal drüber nach… und wer sich nicht traut… nach Mainz kommt man wunderbar von Köln Süd mit der Bahn. Dauert ebenfalls nicht sonderlich lange im Vergleich und kann man auch günstig hinbekommen. Also hin da!!!

Nach Bremen kann man ebenfalls sehr günstig und komfortabel mit der Bahn reisen, wenn man es ein klein wenig plant. Gerade die Strecken in den Norden sind häufig preiswert zu haben und Bremen ist so oder so eine Reise wert. Mit dem Auto fährt man dorthin ebenfalls nicht ewig, also lasst uns zahlreich dort erscheinen, die Mannschaft hat es verdient.

Alle nach Osnabrück!!!

In Osnabrück haben wir das letzte Spiel dieser Saison. Ich fände es ehrlich gesagt traurig, wenn ich dafür noch extra irgendwen motivieren müsste. Man kommt nach Osnabrück schnell mit dem Auto, günstig mit der Bahn und es wird sehr wahrscheinlich auch noch einen Bus geben. Ihr habt also die freie Auswahl und es gibt keinen einzigen verdammten Grund, nicht dort anwesend sein sollten um unserem Team wenigstens zum Saisonfinale mal einen vollen (!!!) Gästeblock zu bereiten und damit Danke zu sagen und zu zeigen, dass auch wir Fans (geschlossen) in der Lage sind, den Einsatz zu zeigen, den wir permanent von den Jungs einfordern! (Wenn es dumm läuft ist das außerdem das Spiel, bei dem wir uns endgültig von Julius Biada, unserem kommenden Torschützen des Monats, verabschieden müssen, weil ein besseres Angebot gelockt hat… vielleicht können wir aber als Fans auch nochmal so Gas geben mit Support, dass es ein weiteres Argument ist, die Fortuna nicht verlassen zu wollen und wir ihn gar nicht verabschieden müssen.)

Also kriegt Euren Pöppes hoch und zeigt unserer Fortuna die Unterstützung, die sie sich verdient hat – es gibt unendlich viele Gründe und keine Ausreden!!!

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Quo vadis? ~ SG Dynamo Dresden

Quo vadis?

SG Dynamo Dresden

Quelle: Wikipedia

  • Stadion Dresden (Kapazität: 32.066 Plätze, neben dem Aachener Tivoli größtes Einrang-Stadion Deutschlands)
  • Adresse: Lennéstraße 12    01069 Dresden
  • reines Fußballstadion, im September 2009 neu eröffnet, komplett überdacht
  • 19.502 Sitzplätze
  • 9.055 Stehplätze (Heim)
  • 2.000 Plätze für Gästefans (Vereinsinfos für Gästefans findet Ihr hier)
  • weitere Daten und Fakten und rund um das  Stadion  und Dynamo selbst könnt Ihr an dieser Stelle auf der wirklich beeindruckend toll gestalteten Vereinshomepage nachlesen
Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: Spielgemeinschaft Dynamo Dresden e.V.

Habt Ihr Geschichte?
  • Jede Menge und die ist auf der eigenen Vereinshomepage so unfassbar gut und liebevoll aufbereitet, dass ich einfach nur dahin verweisen möchte – sehr lesenswert!
Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 1
  • Punkte: 54
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 2,08
  • Torverhältnis: 51:26
  • Tore pro Spiel: 1,96 : 1,00
  • zu Hause: 10-1-1 -> schwer zu schlagen, Platz 1 in der Heimtabelle
  • auswärts: 5-8-1 -> Platz 1 in der Auswärtstabelle, obwohl der letzte Auswärtssieg Ende Oktober letzten Jahres war (seitdem sechs Remis und eine Niederlage)
  • Offensive: 51 Tore aus 26 Spielen, Platz 1 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 26 Tore aus 26 Spielen, Platz 5 in der Defensivtabelle
  • aktuelle Form: Platz 4 in der Formtabelle (Fortuna Platz 2) mit 13 Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 7,75 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Justin Eilers (15 Tore, 3 Vorlagen in 26 Spielen), Pascal Testroet (12 Tore, 1 Vorlage in 22 Spielen), Michael Hefele (6 Tore, 2 Vorlagen in 26 Spielen und übrigens Innenverteidiger (!) und Kapitän)
  • Trainer: Uwe Neuhaus (seit 01. Juli 2015, Vertrag bis 2017)
Müssen wir Angst haben?

Naja, Angst ist immer ein schlechter Ratgeber, aber gehöriger Respekt ist schon angebracht…

  1. Dynamo hat diese Saison zu Hause erst einmal verloren und auch nur ein Remis kassiert, ansonsten sind immer drei Punkte an der Elbe geblieben.
  2. Der Dresdener Heimbilanz von 10-1-1 steht unsere Auswärtsbilanz von 2-4-7 gegenüber – ABER: wir haben die letzten drei Auswärtsspiele zu null gespielt und entsprechend nicht mehr verloren, haben erst Aalen die erste Heimniederlage beigebracht (0:2) und dann in Cottbus und Magdeburg nach der Winterpause, jeweils völlig Fortuna-untypisch, 0:0 gespielt.
  3. Die Heimkulisse der Dresdener ist zweifellos atemberaubend und hat mit Sicherheit Anteil an der furiosen Heimbilanz – allerdings lassen sich unsere Jungs glaube ich weniger durch solche Kulissen beeindrucken als manch anderes Team, weil sie es leider (in diesem Fall aber von Vorteil) gewohnt sind, mit eher geringem Support im Rücken auskommen zu müssen im Stadion. Ich denke, die Magdeburger kommen mit ihrer Kulisse schon in die Nähe der Dresdener und dort haben wir uns bekanntlich vorletztes Wochenende nicht beeindrucken lassen.
  4. Das Hinspiel hat Dynamo zwar mit 5:1 gewonnen und das auch noch bei uns im Südstadion – allerdings hatten wir da gerade ohnehin unsere ganz schlechte Phase, wo nach einem Gegentor gerne noch viele folgten und alles in sich zusammenstürzte. Diese Phase ist glücklicherweise schon länger überwunden und generell sollte man diesem Ergebnis nicht zuviel Bedeutung beimessen. Schaut man auf die vergangene Saison, haben wir nämlich eine ziemlich respektable Bilanz gegen Dynamo, da haben wir zu Hause 1:0 gewonnen und in Dresden 0:0 gespielt. Die Auswärtsbilanz der Dresdener zeigt, dass sie durchaus verwundbar sind und so halte ich ein Remis – gerade nach den letzten Auswärtsauftritten der Fortuna – durchaus für machbar.
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Ich möchte unbedingt nochmal explizit auf die Internetseite unseres Gastgebers verweisen!

Schaut sie Euch mal an, da kann man wirklich Stunden mit interessanter Lektüre verbringen, sehr liebevoll und detailreich gestaltet. Klickt hier.

2. Auch wenn das im Hinspiel nicht der Fall war und jetzt im Rückspiel hoffentlich gar nicht erst soweit kommen wird, ich finde diese Meme einfach zu witzig, um es hier unerwähnt zu lassen…

http://egal-wie-witze.de/wp-content/uploads/2015/03/Egal-wie-hoch-Dein-Rueckstand-ist-gegen-Dynamo-Dresden-788x796.jpg

3. Das Spiel kommt live im TV (14:00 Uhr am Samstag)

Auf MDR in voller Länge und auf WDR in Konferenzschaltung mit dem Spiel Preußen Münster vs. Chemnitzer FC.

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Wer kommt denn da? ~~~ SV Wehen Wiesbaden

Wer kommt denn da?

SV Wehen Wiesbaden

Logo des SV Wehen Wiesbaden
Von Unbekannt – www.svwehen-wiesbaden.de – Stadionzeitung, Logo, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3336677

Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: SV Wehen 1926 – Taunusstein e.V. (Hauptverein, sitzt in Taunusstein-Wehen)

SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH (Spielbetrieb Profifußball, sitzt in Wiesbaden)

Habt Ihr Geschichte?
  • Gegründet am 01.01.1926 mit 39 Mitgliedern
  • 1933 Anschluss an den TV 1874 Wehen auf Anordnung der NS-Administration
  • 20.03.1946 Neugründung des Vereins nach dem 2. Weltkrieg
  • 1965 Aufstieg in die A-Klasse mit einem bundesweiten Rekord von 54 Punkten und einer Tordifferenz von 117:15
  • 1979 Einstieg von Heinz Hankammer als Sponsor und Präsident und somit der Weg nach oben geebnet
  • 1983 Aufstieg in die Bezirksliga (bis 1987, mit Unterbrechung 1985)
  • 1987 Aufstieg in die Landesliga
  • 1988 Gewinn des Hessenpokals
  • 1989 Aufstieg in die Oberliga
  • 1992-1994 Erreichen der Hauptrunde des DFB-Pokals
  • 1996 Aufstieg in die Regionalliga und Gewinn des Hessenpokals
  • 2000 Gewinn des Hessenpokals
  • 2007 Aufstieg in die 2. Bundesliga, Umzug vom Stadion am Halberg (genügte den DFB-Anforderungen für den Profifußball nicht) in die neugebaute Brita-Arena in Wiesbaden (Hier ein guter Artikel zum Start in die 2. Liga incl. Umstrukturierung)
  • Umbenennung in SV Wehen Wiesbaden und Ausgliederung der Profifußball-Abteilung
  • 2008/09 Erreichen der 3. Runde des DFB-Pokals
  • 2009 Abstieg in die 3. Liga, noch drei Teilnahmen am DFB-Pokal, wo man aber nie über die 1. Runde hinaus kam (zuletzt 2014/15)
Habt Ihr Rekorde?

Ah jo, gleich zwei im deutschen Profifußball:

  1. schnellster Hattrick (in 7 Minuten) durch Ronny König in der Geschichte der 2. Bundesliga am 8. Spieltag der Saison 2007/08 gegen den 1. FC Köln
  2. schnellstes Tor im deutschen Profifußball überhaupt durch Benjamin Siegert am 9. Spieltag der Saison 2007/08 gegen Greuther Fürth nach sage und schreibe acht Sekunden nach dem Anpfiff
Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 11
  • Punkte: 31
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 1,24
  • Torverhältnis: 28:28
  • Tore pro Spiel: 1,12 : 1,12
  • zu Hause: 5-7-0 -> hier gewinnt kein anderes Team, Platz 6 in der Heimtabelle
  • auswärts: 1-6-6 -> fern der Heimat mögt ihr gar nicht, Platz 18 in der Auswärtstabelle und damit sogar schlechter als wir 😉
  • Offensive: 28 Tore aus 25 Spielen, Platz 13 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 28 Tore aus 25 Spielen, Platz 9 in der Defensivtabelle
  • aktuelle Form: Platz 5 in der Formtabelle (Fortuna Platz 2) mit 13 Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 6,35 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Torsten Oehrl (7 Tore, 1 Vorlage in 16 Spielen), Luca Schnellbacher (6 Tore, 4 Vorlagen in 21 Spielen, Kevin Schindler (5 Tore, 3 Vorlagen in 21 Spielen)
  • Trainer: Sven Demandt (seit 01. Juli 2015)
Müssen wir Angst haben?

Nö! 😀

  1. Wehen hat diese Saison nur einen einzigen Auswärtssieg gelandet bisher und der war gegen die aktuelle rote Laterne von Stuttgart II
  2. Wehens Auswärtsbilanz liegt bei 1-6-6, insofern erwarten wir also sehr angenehme Gäste
  3. Im letzten Auswärtsspiel gab es eine 0:1 Niederlage bei Bremen II, zuvor zweimal eine Nullnummer in Mainz und Würzburg und davor den legendären einzigen Auswärtssieg beim VfB Stuttgart II
  4. Am liebsten spielte Wehen bisher auswärts 0:0 (viermal), aber ich bin mir sicher, das wird unsere Offensive zu verhindern wissen 😉
  5. Im Hinspiel haben wir zwar 0:3 in Wiesbaden verloren, aber 1. hatten wir da gerade eh nicht unsere beste Phase, um es freundlich zu formulieren und 2. hat in Wiesbaden diese Saison noch kein Team gewinnen können. Letzte Saison haben wir dafür sowohl in Wiesbaden im Hinspiel mit 1:0 gewonnen als auch das Rükspiel zu Hause mit 2:1. Man kann also nicht behaupten, dass uns der Gegner nicht liegen würde.
  6. Wehen hat diese Saison von seinen 28 Treffern lediglich sechs auswärts erzielt, wird unsere Defensive also wohl eher nicht durcheinander wirbeln wie im Hinspiel
  7. 15 seiner 28 Gegentore hat Wehen auswärts kassiert – die Wahrscheinlichkeit, dass am Samstag ein paar dazu kommen werden, erscheint mir nicht gering
  8. Diese Saison begleiteten Wehen im Durchschnitt 43 Auswärtsfahrer und damit phänomenal nochmal weniger als bei Fortuna (Durchschnitt 83), der Rekord lag bei 181 in Mainz, wo man von der Entfernung her quasi rüberspucken kann… 😉
  9. Bitter für Wehen ist zusätzlich der Ausfall von Winterneuzugang Christian Cappek, der vom Chemnitzer FC kam und als Mittelstürmer die Offensive in Schwung bringen sollte – durch einen Patellasehnen-Teileinriss wird er das nun frühestens ab Mai tun können. Ansonsten ist aktuell nur Patrick Mayer (ebenfalls Mittelstürmer) als Ausfall bekannt, der fehlt allerdings schon eine ganze Weile und befindet sich aktuell im Aufbautraining, die Rückkehr ist aber noch unbekannt.
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Ich las im Internet was von „Abramowitsch vom Dorf“?

So wird der ehemalige Präsident und Erfolgsvater von Wehen Wiesbaden, Heinz Hankammer, in seinem Wikipedia-Eintrag bezeichnet. Er ist Gründer des Wehener Hauptsponsors Brita, nach dem auch das Stadion benannt ist und war seit 1979 im Vereinsvorstand aktiv, zunächst als „Vergnügungsausschussvorsitzender“ (Könnte mir das bitte jemand erklären und ist die Position bei Fortuna noch zu haben? Klingt irgendwie gut… 😀 ), dann ab 1980 als 2. Vorsitzender und seit 1982 als Vereinsvorsitzender, aus dem seit 2002 dann der Präsident wurde. Nach seiner Abdankung als Präsident folgte ihm sein Sohn Markus 2010 auf den Thron und der Senior wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

2. Haben wir Wehen nicht außer sechs Punkten noch irgendwas anderes abgenommen in den letzten Jahren?

Doch, haben wir! Und zwar jemanden, der uns ganz sicher schon mehr als 100 Gummipunkte bei den Sponsoren beschert hat: unser Sponsoringleiter Benjamin Bruns kam im Sommer 2014 aus Wiesbaden zu uns und hat seitdem hier mit Sicherheit eine Wahnsinnsarbeit geleistet, wenn man bedenkt, wie viele Sponsoren seitdem dazu gekommen sind. Danke dafür! 🙂

Übrigens, unser Top-Torjäger Marco Königs hat auch eine Vergangenheit in Wehen, auch wenn er aus Regensburg zu uns kam. Was er über das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen am Samstag denkt, könnt Ihr hier im Interview nachlesen.

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Gewinnspiel ** 2x Tribüne und 3 Punkte, bitte! **

Das Christkind hat mir zwei Karten für das Heimspiel unserer Fortuna am kommenden Freitag (22.01.2016, 19 Uhr, Südstadion) beschert. Da ich sie selbst nicht nutzen kann, weil ich mich bekanntlich auf der Pressetribüne mit dem Fanradio herumschlage und meine Freunde wahlweise sowieso auf Stehplatz Mitte ihr Unwesen treiben oder aber genug Geld haben, um sich selbst Karten zu kaufen, habe ich mir ein kleines Gewinnspiel für Euch überlegt oder zumindest sowas in der Art… 😉

Gewinne 1×2 Karten (Sitzplatz) für das Heimspiel unserer Fortuna gegen Hansa Rostock am 22.01.2016 um 19 Uhr im Südstadion.

 

Was müsst Ihr tun, um die Karten für Euch zu gewinnen?

Ich möchte, dass die Karten jemand bekommt, der sie wirklich gebrauchen kann. Die Diskussion über unsere Eintrittspreise ist allen bekannt und mir ist klar, dass es viele Menschen gibt, die unglaublich gerne mal ins Stadion kämen, aber deren Finanzlage andere Prioritäten erfordert.

Vielleicht habt Ihr aber auch jemandem in Eurem Freundeskreis, von dem Ihr glaubt, ihn für die Fortuna gewinnen zu können, würde er sich nur einmal überzeugen lassen, mit ins Stadion zu gehen – der aber für die 25 Tacken, die der Sitzplatz nunmal kostet, lieber was anderes macht bisher.

Oder Ihr würdet so gerne mal die beiden Nachbarskinder mit zur Fortuna nehmen, könnt dafür aber nicht mal eben so ’nen Fuffi hinlegen.

Möglicherweise engagiert Ihr Euch auch für wie auch immer benachteiligte Menschen in unserer schönen Stadt, völlig egal ob Urkölscher, der seine Rente durch’s Flaschensammeln aufzubessern versucht oder gerade frisch in der Stadt angekommen und mit dringendem Bedürfnis, nach der langen Reise mal wieder etwas Schönes zu erleben.

Eventuell möchtet Ihr auch einfach nur mal jemandem was Gutes tun, der Euch (oder anderen) ganz viel Gutes getan hat und eine besondere Belohnung verdient hätte.

Oder, oder, oder… es gibt so viele Stories, die ich immer wieder höre von Menschen, die das Herz in der Südstadt ganz sicher noch mehr schlagen lassen würden, wenn sie denn nur ins Stadion könnten und deren Herz ganz sicher etwas höher schlagen würde, wenn sie Karten bekämen.

Deswegen würde es mich sehr freuen, wenn meine beiden Karten genau solchen Menschen die Möglichkeit bieten würden, am Freitag mit dabei zu sein. 🙂

Also schickt mir eine Mail an Kati@suedstadtlegenden.de mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und schreibt dort hinein, wer „Euer Gewinn“ wäre für das Spiel am Freitag und warum. Also wen möchtet Ihr mitbringen und warum hat gerade diese Person die Karte verdient und Ihr könnt gemeinsam auf der Tribüne die Fortuna anfeuern. Oder Ihr habt gleich zwei Personen und wollt die Karten komplett weitergeben, wie auch immer. Schreibt mir einfach für wen und warum und ich werde dann versuchen denjenigen zu finden, der sie von allen am meisten verdient hat. Sollte die Entscheidung da nicht so eindeutig sein (was ich befüchte), entscheidet das Los.

Übrigens – keine falsche Scheu, bitte! Falls Ihr gerade beispielsweise sofort an Oma Annemie und Opa Jupp von nebenan dachtet, aber dann den Gedanken verwerfen wolltet, weil Ihr die ja nicht alleine schicken könnt und Ihr selbst keine Zeit habt, Oma Annemie aber nicht alleine die Treppe nach unten zur Toilette schafft und Opa Jupp um 20 Uhr an seine Tabletten erinnert werden muss… ich kümmer mich drum! Krieg ich alles hin, versprochen! Ich muss zwar Radio machen und kann deswegen nicht jede Minute Dauerbespaßung liefern, aber für eine gewisse Grundfürsorge reicht es und ich hab da notfalls auch wen, der aushelfen könnte. Kriegen wir alles hin, einfach mal anschreiben.

Gleiches gilt auch, falls wem evtl. zwei kölsche Neubürger in den Sinn kommen, Ihr selbst aber auf Stehplatz Mitte steht und die nicht allein auf die Tribüne schicken wollt, weil die kein Wort Deutsch können. Ich kann Englisch und notfalls auch rudimentär Französisch, Spanisch und Hände und Füße haben wir auch noch. Eine Armlänge Abstand brauch ich nicht, ich krieg das geregelt, keine Sorge. 😉

Ganz egal, wie absurd Euch die Idee vielleicht vorkommt, für wen Ihr hier gerne die Karten gewinnen würdet, schreibt einfach und auch, falls Ihr irgendein vermeintlich unlösbares Hindernis seht – vielleicht lässt es sich ja lösen. Ich würde mich wirklich riesig freuen, wenn die Karten im wahrsten Sinne des Wortes ein Gewinn für jemanden wären – und der oder die Person(en) ein Gewinn für unsere Fortuna! 🙂

Zusammenfassung Gewinnspiel

  1. Überlegt Euch, wessen Anwesenheit am Freitag Abend im Südstadion ein Gewinn für die Fortuna wäre und warum.
  2. Falls Ihr richtig sozial seid oder Euch niemand einfällt, verbreitet das Gewinnspiel fleißig weiter, damit es hoffentlich die richtigen Personen erreicht.
  3. Schreibt eine Email an Kati@suedstadtlegenden.de mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und teilt mir Eure Gedanken von Punkt 1 mit und außerdem, wie ich Euch am besten erreichen kann im Gewinnfall.
  4. Macht das im Idealfall bis Donnerstag (21.01.16) Abend um 23 Uhr, damit wir noch rechtzeitig alles klären können wegen Übergabe etc. – Der Gewinner wird zeitnah von mir benachrichtigt.
  5. Rockt gemeinsam mit Eurem Gewinn am Freitag Abend den nächsten Heimsieg 🙂
  6. Seid nicht traurig, falls Ihr nicht der oder die Glückliche wart dieses Mal, es wird bei Erfolg eine Wiederholung geben…

Ihr dürft natürlich auch in eigener Sache schreiben, falls Ihr einen guten Grund habt, warum Ihr die Karten braucht. 🙂

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Ich schwör Dir he ungerm Mond vun Kölle…

… ich weed immer, immer met Dir jon!!!

So und nicht anders! Jedes Wort aus diesem Lied würde ich so für die Fortuna unterschreiben!

Was war das heute für ein bedrissener Tag! Ich konnte wegen einer fetten Erkältung gar nicht erst die Reise nach Stuttgart antreten, aktualisiere sehnsüchtig Facebook für jedes Foto der Auswärtsfahrer und hänge dann, als das Spiel endlich beginnt, wie ein Nervenbündel vor drei Tickern parallel, in der Hoffnung halbwegs irgendwas mitzubekommen und habe trotzdem das Gefühl, viel zu wenig Infos zu bekommen und gleichzeitig macht sich eine Hilflosigkeit breit, weil man ja nicht vor Ort ist und eingreifen könnte. Was natürlich albern ist, weil außer schreiend am Rand stehen kann ich sonst vor Ort ja auch nichts ausrichten, aber es hat mich trotzdem wahnsinnig gemacht, nicht dabei sein zu können.

Dann meldet Ticker 1 das 1:0 für Stuttgart, während Ticker 2 und 3 noch schweigen, Minuten vergehen und ich hoffe schon, dass Ticker 1 vielleicht ein Fehler unterlaufen sei, aber nein, dann ziehen die Kollegen vom Kicker und der Fortuna-Ticker nach.

Ok, Schock versucht zu überwinden, ein Tor kann man aufholen, bisher scheinen die Jungs ganz gut gespielt zu haben, Bestätigung dieser Annahme erfolgt in der Halbzeit von diversen Fans vor Ort. Parallel dazu eine optimistische Nachricht von einem, der wie ich vor dem Ticker leidet. Das wird noch ein 1:3, warte ab! Mein Bauch mag es nicht glauben, aber ich hoffe wenigstens auf ein 1:1, gerne auch mehr.

Dann kurz nach dem Anpfiff die Ernüchterung. Der Ticker klingelt, ich bete, dass es der Ausgleich ist und es jetzt munter in Richtung 1:3 und Auswärtssieg läuft, aber der Bauch hat leider recht behalten und ich bekomme das 2:0 angezeigt und könnte schreien. Ich bete nur, dass es nicht wieder eine Riesenklatsche wird, erst recht nicht ausgerechnet gegen die Zweite vom VfB, gegen die wir scheinbar einfach nicht gewinnen können. Dann das 3:0 und dann, zum Glück, der Apfiff.

Mein Halbzeitoptimist und ich waren uns nach dem 2:0 bereits einig, dass wir das Spiel heute verloren geben, aber genau so einig und noch viel sicherer, dass es nächsten Samstag gegen Würzburg endlich wieder richtig rund läuft. Auch wenn das vielleicht nach heute niemand hören oder glauben will, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir am Samstag den Befreiungsschlag bekommen und einen ganz eindeutigen Heimsieg! Mein Bauch sagt 4:0 und der hatte heute vor dem Spiel (in diesem Fall leider) auch richtig tendiert. Intern, bei meinem Halbzeitoptimisten, habe ich sogar eine Prognose abgegeben, wer die Tore schießen wird, die kneife ich mir aber an dieser Stelle. Obwohl, vielleicht hilft die positive öffentliche Erwartungshaltung ja auch… also, die Tore machen Kessel, Rahn, Biada und Königs. Wobei es sein könnte, dass statt einem der drei letztgenannten auch Flotti trifft und mein Bauch behauptet, es wäre statt Biada, was mein Kopf nicht ganz glauben mag, deswegen lasse ich das mal offen. Mein Halbzeitoptimist erklärte sich mit der Prognose grundsätzlich einverstanden, meinte aber, ich müsste dann auf 5:0 erhöhen, weil nämlich Glocke endlich wieder ein Ding macht. So sei es – würde mich riesig für ihn (und uns) freuen! Ich gab abschließend zu, mir auch noch ein Kopfballtor von Hörnig vorstellen zu können, aber ein 6:0 erschien mir dann doch etwas vermessen… Also möglicherweise Flo und Flotti statt Biada und Königs, aber eigentlich ist es ja auch völlig egal, solange am Ende der Heimsieg eingetütet ist und diesmal wird es klappen! Das nimmt und kein Schiedsrichter und keine Barrikade im Kopf, die zu Ladehemmung oder Wirrwarr in der Abwehr führt!

So, und um den Bogen wieder zurück zum Anfang zu schlagen: Ja, das war ein Scheißtag heute und ja, wir hängen im Keller! Aber es gibt überhaupt gar keinen Grund, jetzt die Nerven zu verlieren und mit Schwarzmalerei im Allgemeinen und Gestänker gegen einzelne Personen im Besonderen Unruhe zu stiften! Niemand hat in den letzten Wochen und Monaten verlernt Fußball zu spielen und jetzt kommen erst die Spiele, die wir wirklich gewinnen müssen – bisher waren viele Top-Mannschaften dabei und wir haben uns bisweilen gar nicht so schlecht gegen die geschlagen, auch wenn das Ergebnis nicht immer mit der Leistung übereinstimmte. Klar sind auch Sachen richtig schief gelaufen, aber trotzdem, Mund abputzen und weiter. Wenn wir den Dreier gegen Würzburg holen und auch danach konstant Punkte sammeln, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Unruhe im Umfeld ist das Letzte, was wir jetzt brauchen und ganz ehrlich, ich seh schon wieder die Geier kreisen mit ihrer schwarzen Farbe… Schenkt es Euch! Konstruktive Kritik ist völlig ok, aber bitte keine Hetzkampagnen, unsachliches Gezeter, Gerüchte oder Sonstiges in der Art, womit wir uns nur selber runterziehen und was leider in solchen Situationen gerne Auswüchse annimmt. Das hilft niemandem weiter, außer vielleicht Eurem verkappten Ego als Möchtegern-Trainer, aber dann lebt das verdammt nochmal bei FIFA 16 aus, ich starte auch gerne eine Petition, dass sie die 3. Liga doch noch aufnehmen sollen!

Verwandelt Euren Unmut in positive Energie – wenn es nicht reicht, dann müssen wir eben noch mehr machen, auch als Fans! Also nicht noch mehr meckern, sondern am Samstag die Jungs noch lauter anfeuern! Die wenigsten Menschen fühlen sich durch Beleidigungen oder negative Stimmung motiviert und es fällt auch nicht leichter an sich selbst zu glauben, wenn andere es offenkundig nicht tun.

Und an dieser Stelle muss ich es leider loswerden, ich bitte meine Wortwahl zu entschuldigen, aber mir fällt nichts Passenderes ein: An dieses Arschloch auf Stehplatz Mitte, das meinte, nach dem Spiel gegen Großaspach einen unserer Spieler als Arschloch titulieren zu müssen – ich habe mich nicht aus dem Innenraum zu dir umgedreht, deswegen weiß ich nicht, wer du warst und kann es dir leider nicht persönlich ins Gesicht sagen – aber hätte ich mich in dem Moment umgedreht und ich schwöre es dir, ich war sooo kurz davor, ich wäre den Zaun hoch und hätte dich dermaßen zusammengefaltet, dass dir Hören und Sehen vergangen wäre. Glücklicherweise war besagter Spieler in der Situation ein gutes Vorbild und hat ganz gelassen und cool auf dich reagiert und sich gar nicht erst auf dein Niveau herab gelassen und ich habe eingesehen, dass dies die bessere Variante ist. Trotzdem, du Vollpfosten, überleg dir mal, was du je für diesen Verein geleistet hast und dann überleg dir, wen du beschimpfst. Wenn du wenigstens noch drei Gehirnzellen beisammen hast, hältst du demnächst bei solchen Gelegenheiten den Rand!

So, das musste ich kurz loswerden, pardon!

Und jetzt werden wir alle friedlich und sachlich und gucken nach vorne und nicht nach unten und bleiben ruhig, bitte bitte bitte!!! Angst ist immer ein schlechter Ratgeber!

Dieser Scheißtag endet immerhin mit einem Fortuna-roten Mond, einem Vollmond, der also auch alles gibt… und zwischendurch mal kurz in der Finsternis verschwindet, bevor er am Morgen wieder auftaucht in voller Pracht. Also, schaut Euch den Fortuna-Mond an, nach jedem Dunkel kommt auch wieder Licht, wir sind mal kurz im Keller und ab morgen früh geht’s wieder aufwärts und am Samstag in der Südstadt et Leech an…

In diesem Sinne (haben Brings jetzt das letzte Wort)…

Nur die Fortuna!!!

Nor Du un ich ungerm Mond vun Kölle
die janze Naach bliev ich bei Dir ston
ich schwör Dir he ungerm Mond vun Kölle
ich weed immer, immer met Dir jon

Op all dat, wat kumme weed, op all die Johr
op jeden der zo uns steiht, un op all dat wat wor
wat uch passiere soll, kumm loss et jeschehn
un wenn uns die Sehnsucht quält
su wisse mer doch wat zällt

Nor Du un ich ungerm Mond vun Kölle…

Alles jeiht su leich, ävver et jeiht nor met Dir
wie et üvver minge Rögge schleich, wenn ich Dinge Name hür
wat uch passiere soll, kumm loss et jeschehn
un breech uch ne Speejel dobei

dat zällt doch nit för uns zwei

Nor Du un ich ungerm Mond vun Kölle…

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Jippieh! Danke DFB! Let’s get the party started…

Ich weiß, es ist Euch vermutlich latte, aber ich muss hier gerade mal einen riesigen Freudenschrei darüber loswerden, dass der DFB keinen Fehler bei der Terminierung der nächsten Spieltage begangen hat und wir an meinem Geburtstag ein Heimspiel haben! Ich find das sooo geil!!!

 

Ich muss dazu  sagen, dass ich in den letzten Wochen auch schon immer mal wieder ein bisschen übermotiviert Gott und die Welt zu meinem Geburtstagsheimspiel ins Stadion eingeladen habe, das hat sich irgendwie verselbstständigt… *hüstel* Deswegen wäre es tatsächlich mehr als tragisch gewesen, hätte der DFB sich bei der Terminierung vertan… um nur ein Beispiel zu geben… (vielleicht das Fatalste, aber einige von Euch kennen mich ja und wissen, wie ich bin… 😉 ): Vor einigen Wochen war ich mit meinem Bruder und seiner Freundin in seiner (inzwischen vielleicht auch unserer) Stammkneipe versackt und lernte dort einen Bekannten von ihm kennen, der eigentlich FC-Fan ist, aber wie sich herausstellte, durchaus Sympathien für die Fortuna hegt. Naja, es kam eins zum anderen… nach dem dritten Flimm waren wir soweit, dass er endlich nochmal mitkommen muss zur Fortuna und dann seine Holde und mein Bruder plus Freundin auch und dann meinte er, dann müssten wir uns aber zu denen… na, wie heißen die denn noch? stellen…

Ich: „Meinst du Fanclubs? Eagles, Schäng Gäng, Mülltonnen…“

Er: „Jaaa, die Mülltonnen! Die meinte ich! Die sind klasse, ich hab mal mit dem *fiep* zusammengearbeitet, der hat mir viel erzählt!“

(Es folgte die fassungslose Frage meines Bruders, was es genau mit den „Mülltonnen“ auf sich habe und ob es nicht vielleicht bessere Plätze als an den Mülltonnen im Stadion gebe. Aufklärung und danach war alles ok.)

Allerdings war der gute Mann dann so begeistert, dass ich seinen Mülltonnenfreund auch kenne, dass daraufhin nochmal ordentlich der Flimm geflossen ist (und das Kölsch natürlich auch) und sich das Gespräch den restlichen Abend nur noch um Fortuna drehte. Als wir fertig waren, war die halbe Kneipe animiert, an meinem Geburtstag da anzurücken und die Fortuna zu feiern.

Als ich am nächsten Morgen wach geworden bin, habe ich mich kurzfristig fassungslos gefragt, was ich da eigentlich getan habe… aber naja, ich dachte mir, wenn sie kommen, ist es gut, aber wahrscheinlich vergessen sie es sowieso bis dahin.

Vorgestern Abend kam ich dann vom Einkaufen auf dem Nachhauseweg an besagter Kaschemm vorbei und hatte neben der Einkaufstüte auch noch einen Sixpack alkoholfreies Bier in der Hand. By the way… der erste, den ich jemals gekauft habe. Jedenfalls wurde ich sofort für meine Vernunft bestraft und im Vorbeigehen angemacht, was ich denn da für einen Quatsch gekauft hätte und ich würde das nicht im Ernst trinken wollen oder ob ich schwanger sei. Ich versicherte, dass dies nicht der Fall sei und ich auch noch was Anständiges zum Trinken zu Hause hätte. 😉 Als erster Kommentar kam „Das sagen wir deinem Bruder, dass du SOWAS trinkst!“ und dann plötzlich aus dem Off „Ne ne, das sagen wir denn Mülltonn! Und an deinem Geburtstag trinken wir aber was Richtiges!“ und sofort fing die halbe Gästeschar an, wie sehr sie sich auf meinen Geburtstag bei Fortuna freuen würden… In dem Moment wurde mir klar, dass die das trotz 350 Flimm-Promille seinerzeit ernst gemeint hatten! 😀 Ich merkte nochmal vorsichtig an, dass die Terminierung noch nicht sicher sei, bekam aber sofort im Brustton der Überzeugung als Antwort, dass es genau so sicher sei, dass das Spiel auf einen Samstag falle wie dass wir jetzt am Samstag gegen Dresden gewinnen! Na wenn die Masse an FC- und Schalke-Fans, die jetzt zur Fortuna übersiedeln wollen, das glaubt, muss es ja so sein… 😉

Ähm ja… also jedenfalls wird es durch meinen Geburtstag ein paar Zuschauer mehr geben, weil ab diesem Flimm-Abend war das dann immer mein Totschlag-Argument, wenn ich jemanden überzeugen wollte, mal mit zur Fortuna zu kommen. Positive Verstärkung und so, Ihr wisst schon… 😉

Kati: „Du musst unbedingt auch mal mit zur Fortuna kommen!“

Person x (halb begeistert): „Ja, können wir ja mal schauen, wie es sich ergibt…“

Kati: „An meinem Geburtstag ist Heimspiel, da musst du mitkommen, das wird voll lustig!“

Person x: Ja, Geburtstag ist natürlich wirklich cool, dann komm ich mit!“ (oder ähnliche Reaktion, hat jedenfalls immer funktioniert hehe)

 

Da das auch öfter mal, wie an diesem fatalen Flimm-Abend, nach paar Bierchen vonstatten ging, kann ich gar nicht sicher sagen, wie viele Leute ich belabert habe, dass sie meinen Geburtstag mit mir bei Fortuna feiern müssen, aber ich glaube, es wird eine sehr lustige und bunte Truppe, die ich da anschleifen werde und lasse mich mal überraschen, wen ich so alles ungezielt eingeladen habe, der dem Aufruf dann folgt. Gezielt werde ich das im Freundeskreis, jetzt wo der Termin steht, natürlich noch nachholen… 😉

 

A propos… da ich letztes Jahr gerundet habe (Boah, ist das bitter… ), habe ich größer gefeiert und meine beste Freundin hat so eine Art Gästebuch herumgehen lassen, wo die Anwesenden sich eintragen sollten und ein paar Sachen über ihre Wünsche etc. für mich ausfüllen konnten… ich war ehrlich gesagt gut baff, als ich das Buch dann bekommen habe und in supervielen Einträgen die kuriosesten Sachen zur Fortuna gelesen habe. Das war letztes Jahr im Herbst, da war also noch nichts mit diesem Blog oder Fanradio oder sonstwas und ich hatte auch nie irgendwelche Ambitionen in diese Richtung geäußert, deswegen umso erstaunlicher eigentlich… anscheinend kennen mich meine Freunde manchmal besser als ich mich selbst…

Habe Euch mal paar Highlights abfotografiert, weil wir gerade beim Thema Geburtstag waren… dann habt Ihr auch gleich eine Ahnung, was für ein Kaliber an Menschen mir dann ins Stadion folgen wird…

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Verzällcher rund öm Fortuna Köln