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Oh Weh! (en Wiesbaden)

Ja autsch, das tat weh gestern Abend!

Gegen Wehen Wiesbaden hatten wir mal gar nichts zu melden und so ging der (bis dahin  – ich möchte dieses schöne Wort wenigstens noch einmal schreiben dürfen) Tabellenführer Fortuna Köln in der hessischen Landeshauptstadt wie auch bereits in der Vorsaison mit 0:3 baden.

Entscheidender Unterschied zur Vorsaison: diesmal sind wir als Tabellenführer angereist, damals bildete dieses Spiel den Auftakt einer langen Durststrecke (freundlich ausgedrückt; absolute Kackphase trifft es besser) – das wird es diesmal nicht tun.

Es hätte so schön sein können…

Eigentlich sah für mich alles nach dem perfekten Tag aus und das hatte nichts damit zu tun, dass ich nach zwei Siegen und der Tabellenführung die Bodenhaftung verloren hätte, sondern es gab wirklich gute Vorzeichen. Wir hatten diese Bilanz von drei Siegen und einer Niederlage aus vier Duellen gegen Wiesbaden, wir hatten einen perfekten Saisonstart und Wehen genau das Gegenteil, wir hatten in Magdeburg bewiesen, dass wir diese Saison auch auswärts können, es waren phänomenal viele Fans für unsere Verhältnisse vor Ort, das Schirigespann hatte uns zuletzt auch Glück gebracht und es lief „You’ll never walk alone“ vor dem Spiel, was uns letzte Saison in Bremen auswärts ebenfalls Glück gebracht hatte.

Die Sonne schien (kalt war es trotzdem, alter Schwede, Wiesbaden liegt gefühlt 1000 km weiter nördlich, was das Klima angeht), die Jungs hatten eine breite Brust beim Aufwärmen, alles fühlte sich gut an…

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… bis 20 Sekunden nach dem Anpfiff Manuel Schäffler im Gegensatz zu unserer Mannschaft schon vollständig wach im Spiel war und das Ding einfach reinknallte. Rums. Das tat weh.

In der Regel weiß man bei uns tatsächlich schon nach den ersten paar Minuten, ob das was werden kann oder nicht und es deutete sich durch das frühe Gegentor natürlich wenig Gutes an. Allerdings hat die Fortuna vergangene Saison gezeigt, dass sie gelernt hat, auch nach einem Rückstand wieder zurückzukommen und es war ja noch massig Zeit. In den ersten paar Minuten wirkten unsere Jungs geschockt, dann schien es so, als hätten sie sich wieder gefangen und es kam ein bisschen mehr. Mangelnden Kampfgeist kann man sicherlich niemandem im Team vorwerfen, aber der Einsatz (teilweise auch übereifrig, wie man der Spielstatistik entnehmen kann) führte zu nichts Brauchbarem.

KonFus(s)ball

Nach wenigen Minuten der Hoffnung, zeichnete sich irgendwie ab, dass das wahrscheinlich auf nichts Gutes für uns hinauslaufen würde. Das Spiel der Fortuna wirkte konfus, war von vielen Fehlpässen, Ballverlusten und Ungenauigkeiten geprägt und es gab einfach kein Durchkommen für uns. Wiesbaden hingegen kam permanent gefährlich vor’s Tor und vor allem Manuel Schäffler brachte uns immer wieder in höchste Not und wirbelte herum, wie er wollte. Neben ihm bereitete mir vor allem der blond gefärbte Robert Andrich neue graue Haare, der ebenfalls ungehindert gefährlich das Spiel Richtung Fortuna-Strafraum treiben konnte.

Zur Halbzeit führte Wehen also mit 1:0. Nur, muss man sagen… es hätte auch locker zwei oder drei zu null stehen können und es wäre nicht unverdient gewesen. In der Halbzeit machte uns dann der Kollege vom Wiesbadener Stadtradio ein wenig Hoffnung, der meinte, dass Wehen erfahrungsgemäß die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit verschlafen würde. Das klang gut. In Kombination mit der Vorstellung, dass Uwe in der Halbzeit ganz sicher laut den Wecker schellen lassen würde und wir nur ein Tor brauchen und hier ist alles wieder offen, keimte Hoffnung auf. Vielleicht würde Uwe ja auch wechseln und plötzlich stehen wieder die Spieler auf dem Platz, die Magdeburg zu Hause abgeschossen haben und nicht nur deren Körper, die keine Ordnung finden.

Der Wecker schellte…

…allerdings auf der falschen Seite. Wehen dachte überhaupt nicht daran die ersten fünfzehn Minuten der zweiten Halbzeit zu verschlafen, sondern wiederholte den Start der ersten Halbzeit, nur dass diesmal der Ex-FC-Spieler Kevin Pezzoni immerhin drei Minuten brauchte, bis er uns das Ding reinzimmerte und damit vermutlich alle Konzepte zerschoss, die Uwe den Jungs in der Halbzeit mit auf den Weg gegeben hatte. War zunächst vielleicht noch ein bisschen Hoffnung auf eine schnelle Antwort da, schwand diese sehr schnell und ich hoffte nur noch, dass es keine zu derbe Klatsche wird, die unser wunderschönes Torverhältnis komplett eliminiert.

Zehn Minuten später krönte Robert Andrich seine starke Leistung auch noch mit einem verdienten Treffer und trieb mir die Schweißperlen auf die Stirn. Es gibt so Spiele, da macht es irgendwann wirklich wenig Spaß, wenn du die auch noch bis zum bitteren Ende live im Radio kommentieren musst. Das war definitiv eines davon. Als in der 71. Minute Jules „Ich komme von der falschen Rheinseite“ Schwadorf das Feld betrat, betete ich eigentlich nur noch, dass uns und mir die Demütigung erspart bleibt, einen Treffer von ihm kommentieren zu müssen, der letzte reicht mir bis heute… Glücklicherweise hatte das Schicksal ein Einsehen (und es war das Schicksal, stabiler sind wir nämlich nicht geworden) und es blieb beim 3:0 für Wehen.

Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt?

War klar, dass das jetzt bei einigen der Tenor in Richtung Mannschaft ist. Sehe ich anders. Unser Team brauchte den garantiert nicht, um nicht abzuheben, die stehen alle mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen und wenn jemand Flugtendenzen entwickeln sollte, ist Uwe ganz sicher der erste, der den wieder runterholt.

Mag aber sein, dass es im Umfeld den ein oder anderen gibt, für den ein Dämpfer ganz heilsam war. Wenn dieses Kackspiel gestern also dafür brauchbar war, bitteschön.

Und alle, die mir immer wieder vorwerfen, ich würde schlechte Leistungen nicht kritisieren und immer alles schön reden, sind wohl spätestens hiermit widerlegt.

Gab’s auch irgendwas, was nicht weh tat?

Jap, gab es. Unsere Jungs haben nie aufgesteckt und immer weiter gekämpft, wenn auch wenig effektiv. Aber der Wille war da. Das wirkte vergangene Saison nicht immer so, jedenfalls nicht bei jedem. Außerdem ist die Mannschaft nach dem Spiel trotz der Klatsche geschlossen zu den mitgereisten Fans an den Block gegangen. Womit wir beim größten Lichtblick dieses Abend wären: Obwohl es ein Auswärtsspiel war (Problem Nummer 1) und das auch noch unter der Woche (Problem Nummer 2), hatten wir diesmal einen erstaunlich gut gefüllten Gästeblock und wenn Stimmung gemacht wurde, war diese auch gut im gesamten Stadion zu vernehmen (ich saß weit genug weg auf der Pressetribüne, um das beurteilen zu können). Das hat mich sehr gefreut und ich hätte nicht gedacht, dass ich mal auswärts und und auch noch an einem Dienstagabend erleben darf, dass wir (trotz Rückstand) „Ihr seid leiser als Fortuna Köln“ singen und das sogar stimmt und die Heimfans uns danach nicht in Grund und Boden singen. Damit können wir arbeiten und diese Entwicklung sollte bitte bitte anhalten, das haben unsere Jungs verdient!

Außerdem habe ich die Wiesbadener als außerordentlich nette Gastgeber kennengelernt. Alle waren sehr hilfsbereit und irgendwie schien der ein oder andere auch schon mal in unser Fanradio reingehört zu haben vorher und alle waren voll des Lobes. Irritiert mich zwar immer noch, war aber cool. 😀

Tut’s gegen Kiel wieder weh?

Gegen Kiel tat’s noch nie gut, manchmal weh. Zwei Remis, zwei Niederlagen. Aber nur wegen gestern muss man nicht pessimistisch werden und denken, dass es gegen Kiel auch weh tun muss. Ginge es nur nach der Statistik, wäre die Chance, dass wir Wehen gestern weh getan hätten, deutlich höher gewesen. Sehen wir dieses Kackspiel einfach unter dem Motto „Ausnahmen bestätigen die Regel“. Die ersten beiden Saisonspiele waren super und damit war die Mehrheit gut und das gestern die Ausnahme, auch wenn manch einer das anders lesen möchte. Es wäre also der perfekte Zeitpunkt, am Samstag endlich den ersten Sieg in der 3. Liga gegen die Störche einzufahren und warum zur Hölle sollten wir das nicht tun? Die Lehrstunde war gestern und auch wenn Uwe meinte, dass Kiel ähnlich spielt und er gerne mehr Zeit zur Aufarbeitung gehabt hätte… wie es nicht geht, wissen wir seit gestern und wir haben noch ein paar Tage Zeit, uns zu erholen und draus zu lernen. Das passt schon.

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Quo vadis ~ SV Wehen Wiesbaden

Quo vadis?

SV Wehen Wiesbaden

Logo des SV Wehen Wiesbaden
Von Unbekannt – www.svwehen-wiesbaden.de – Stadionzeitung, Logo, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3336677

Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: SV Wehen 1926 – Taunusstein e.V. (Hauptverein, sitzt in Taunusstein-Wehen)

SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH (Spielbetrieb Profifußball, sitzt in Wiesbaden)

Gästeinfo zu Anreise, Stadion etc. hier entlang

Habt Ihr Geschichte?

Haben sie, sogar eine sehr interessante. Habe ich bereits letzte Saison vorgestellt, an dieser Stelle nachzulesen, ebenso wie die Rekorde.

Und was könnt Ihr heute?
Saison 2015/16
  • Tabellenplatz: 16
  • Punkte: 43
  • Torverhältnis: 35:48
  • zu Hause: 7-9-3 -> macht Platz 8 in der Heimtabelle – wir haben es schmerzlich zu spüren bekommen
  • auswärts: 2-7-10 -> Platz 20 in der Auswärtstabelle – im Südstadion durften wir feiern
Saisonvorbereitung und Saisonauftakt

Lief nicht so für Wehen bisher. Das Auftaktspiel hat man zu Hause mit 1:2 gegen Aalen verloren – wir können also hoffen, dass die Heimstärke von letzter Saison sich erledigt hat. Vergangenes Wochenende trennte man sich dann bei Tante Lotte mit 0:0.

Die Saisonvorbereitung beendete man wie folgt:

25.06. – Wiesbadener Auswahl (18:0)
29.06 – SV Gonsenheim (1:0)
02.07. – RW Hadamar (1:0)
10.07. – Sportfreunde Siegen (2:0)
12.07. – FC Bayern München II (1:0)
13.07. – TSV 1860 Rosenheim (2:0)
15.07. – Würzburger Kickers (0:2)
19.07. – 1. FC Nürnberg II (1:0)
23.07. – Eintracht Frankfurt (2:2)

Hätte sicherlich schlechter laufen können… tat es ja dann auch in der Liga.

Neuverpflichtungen und Kader

Der Wiesbadener Kader hat einen Gesamtmarktwert von 5,95 Mio Euro und ist damit der drittwertvollste der Liga. Viel hat man nicht eingekauft, dafür aber sehr gezielt und durchaus bekannte Gesichter. Drei Spieler kamen aus der eigenen Jugend hoch.

Uns dürfte vor allem ein gewisser Herr Schwadorf bekannt sein. Wiedersehen macht Freude – nicht. Ich bin aber optimistisch, dass er morgen keinen Grund zu feiern hat.

Alle Neuzugänge in der Übersicht:

Stephané Mvibudulu (Stuttgarter Kickers)
Philipp Müller (Hamburger SV II)
Vladimir Kovac (1860 München)
Robert Andrich (Dynamo Dresden)
Manuel Schäffler (Holstein Kiel)
Jules Schwadorf (Viktoria Köln)

Zudem aus der eigenen U19: Michael Akoto, Jann Bangert, Jan Albrecht

Den Verein verlassen haben: 

Timm Golley (FSV Frankfurt, ausgeliehen)
Marius Kleinsorge (SV Meppen)
Torsten Oehrl (FC Bayern München II)
Thomas Geyer (VfR Aalen) 
Niklas Reichel (unbekannt)
Müssen wir Angst haben?

Wir sind Spitzenreiter und Wiesbaden hat einen Punkt bisher, also hey! Nein! Von vier Drittligabegegnungen haben wir drei gewonnen, einzig das Hinspiel letzte Saison in Wiesbaden haben wir grandios verkackt. Ich sehe aber keinen Grund, warum wir das morgen wiederholen sollten. Keinen, absolut KEINEN! Gruß an die Mannschaft, ich bin NICHT Bart Simpson! 😉 Tut mir den Gefallen! 🙂

Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Wir sind Spitzenreiter!

Das wollte ich einfach nochmal erwähnt haben, weil es so schön ist.

2. Ihr Kinderlein kommet…

… morgen alle nach Wiesbaden! So weit ist es nicht und die Mannschaft hat nach dem geilen Start jegliche Unterstützung verdient. Im Forum sind noch Mitfahrgelegenheiten zu haben,

3. Wer partout nicht kommen kann…

… das Fanradio überträgt live. Ich bin ja nicht so… 😉

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Wer kommt denn da? ~~~ SV Wehen Wiesbaden

Wer kommt denn da?

SV Wehen Wiesbaden

Logo des SV Wehen Wiesbaden
Von Unbekannt – www.svwehen-wiesbaden.de – Stadionzeitung, Logo, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3336677

Wer seid denn Ihr?

Mit vollem Namen: SV Wehen 1926 – Taunusstein e.V. (Hauptverein, sitzt in Taunusstein-Wehen)

SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH (Spielbetrieb Profifußball, sitzt in Wiesbaden)

Habt Ihr Geschichte?
  • Gegründet am 01.01.1926 mit 39 Mitgliedern
  • 1933 Anschluss an den TV 1874 Wehen auf Anordnung der NS-Administration
  • 20.03.1946 Neugründung des Vereins nach dem 2. Weltkrieg
  • 1965 Aufstieg in die A-Klasse mit einem bundesweiten Rekord von 54 Punkten und einer Tordifferenz von 117:15
  • 1979 Einstieg von Heinz Hankammer als Sponsor und Präsident und somit der Weg nach oben geebnet
  • 1983 Aufstieg in die Bezirksliga (bis 1987, mit Unterbrechung 1985)
  • 1987 Aufstieg in die Landesliga
  • 1988 Gewinn des Hessenpokals
  • 1989 Aufstieg in die Oberliga
  • 1992-1994 Erreichen der Hauptrunde des DFB-Pokals
  • 1996 Aufstieg in die Regionalliga und Gewinn des Hessenpokals
  • 2000 Gewinn des Hessenpokals
  • 2007 Aufstieg in die 2. Bundesliga, Umzug vom Stadion am Halberg (genügte den DFB-Anforderungen für den Profifußball nicht) in die neugebaute Brita-Arena in Wiesbaden (Hier ein guter Artikel zum Start in die 2. Liga incl. Umstrukturierung)
  • Umbenennung in SV Wehen Wiesbaden und Ausgliederung der Profifußball-Abteilung
  • 2008/09 Erreichen der 3. Runde des DFB-Pokals
  • 2009 Abstieg in die 3. Liga, noch drei Teilnahmen am DFB-Pokal, wo man aber nie über die 1. Runde hinaus kam (zuletzt 2014/15)
Habt Ihr Rekorde?

Ah jo, gleich zwei im deutschen Profifußball:

  1. schnellster Hattrick (in 7 Minuten) durch Ronny König in der Geschichte der 2. Bundesliga am 8. Spieltag der Saison 2007/08 gegen den 1. FC Köln
  2. schnellstes Tor im deutschen Profifußball überhaupt durch Benjamin Siegert am 9. Spieltag der Saison 2007/08 gegen Greuther Fürth nach sage und schreibe acht Sekunden nach dem Anpfiff
Und was könnt Ihr heute?
 Aktuelle Saison
  • Tabellenplatz: 11
  • Punkte: 31
  • Durchschnittspunkte pro Spiel: 1,24
  • Torverhältnis: 28:28
  • Tore pro Spiel: 1,12 : 1,12
  • zu Hause: 5-7-0 -> hier gewinnt kein anderes Team, Platz 6 in der Heimtabelle
  • auswärts: 1-6-6 -> fern der Heimat mögt ihr gar nicht, Platz 18 in der Auswärtstabelle und damit sogar schlechter als wir 😉
  • Offensive: 28 Tore aus 25 Spielen, Platz 13 in der Offensivtabelle
  • Defensive: 28 Tore aus 25 Spielen, Platz 9 in der Defensivtabelle
  • aktuelle Form: Platz 5 in der Formtabelle (Fortuna Platz 2) mit 13 Punkten aus den letzten acht Spielen
  • Kader: Marktwert von 6,35 Mio Euro
  • Top-Torschützen: Torsten Oehrl (7 Tore, 1 Vorlage in 16 Spielen), Luca Schnellbacher (6 Tore, 4 Vorlagen in 21 Spielen, Kevin Schindler (5 Tore, 3 Vorlagen in 21 Spielen)
  • Trainer: Sven Demandt (seit 01. Juli 2015)
Müssen wir Angst haben?

Nö! 😀

  1. Wehen hat diese Saison nur einen einzigen Auswärtssieg gelandet bisher und der war gegen die aktuelle rote Laterne von Stuttgart II
  2. Wehens Auswärtsbilanz liegt bei 1-6-6, insofern erwarten wir also sehr angenehme Gäste
  3. Im letzten Auswärtsspiel gab es eine 0:1 Niederlage bei Bremen II, zuvor zweimal eine Nullnummer in Mainz und Würzburg und davor den legendären einzigen Auswärtssieg beim VfB Stuttgart II
  4. Am liebsten spielte Wehen bisher auswärts 0:0 (viermal), aber ich bin mir sicher, das wird unsere Offensive zu verhindern wissen 😉
  5. Im Hinspiel haben wir zwar 0:3 in Wiesbaden verloren, aber 1. hatten wir da gerade eh nicht unsere beste Phase, um es freundlich zu formulieren und 2. hat in Wiesbaden diese Saison noch kein Team gewinnen können. Letzte Saison haben wir dafür sowohl in Wiesbaden im Hinspiel mit 1:0 gewonnen als auch das Rükspiel zu Hause mit 2:1. Man kann also nicht behaupten, dass uns der Gegner nicht liegen würde.
  6. Wehen hat diese Saison von seinen 28 Treffern lediglich sechs auswärts erzielt, wird unsere Defensive also wohl eher nicht durcheinander wirbeln wie im Hinspiel
  7. 15 seiner 28 Gegentore hat Wehen auswärts kassiert – die Wahrscheinlichkeit, dass am Samstag ein paar dazu kommen werden, erscheint mir nicht gering
  8. Diese Saison begleiteten Wehen im Durchschnitt 43 Auswärtsfahrer und damit phänomenal nochmal weniger als bei Fortuna (Durchschnitt 83), der Rekord lag bei 181 in Mainz, wo man von der Entfernung her quasi rüberspucken kann… 😉
  9. Bitter für Wehen ist zusätzlich der Ausfall von Winterneuzugang Christian Cappek, der vom Chemnitzer FC kam und als Mittelstürmer die Offensive in Schwung bringen sollte – durch einen Patellasehnen-Teileinriss wird er das nun frühestens ab Mai tun können. Ansonsten ist aktuell nur Patrick Mayer (ebenfalls Mittelstürmer) als Ausfall bekannt, der fehlt allerdings schon eine ganze Weile und befindet sich aktuell im Aufbautraining, die Rückkehr ist aber noch unbekannt.
Müssen wir sonst noch was wissen?
1. Ich las im Internet was von „Abramowitsch vom Dorf“?

So wird der ehemalige Präsident und Erfolgsvater von Wehen Wiesbaden, Heinz Hankammer, in seinem Wikipedia-Eintrag bezeichnet. Er ist Gründer des Wehener Hauptsponsors Brita, nach dem auch das Stadion benannt ist und war seit 1979 im Vereinsvorstand aktiv, zunächst als „Vergnügungsausschussvorsitzender“ (Könnte mir das bitte jemand erklären und ist die Position bei Fortuna noch zu haben? Klingt irgendwie gut… 😀 ), dann ab 1980 als 2. Vorsitzender und seit 1982 als Vereinsvorsitzender, aus dem seit 2002 dann der Präsident wurde. Nach seiner Abdankung als Präsident folgte ihm sein Sohn Markus 2010 auf den Thron und der Senior wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

2. Haben wir Wehen nicht außer sechs Punkten noch irgendwas anderes abgenommen in den letzten Jahren?

Doch, haben wir! Und zwar jemanden, der uns ganz sicher schon mehr als 100 Gummipunkte bei den Sponsoren beschert hat: unser Sponsoringleiter Benjamin Bruns kam im Sommer 2014 aus Wiesbaden zu uns und hat seitdem hier mit Sicherheit eine Wahnsinnsarbeit geleistet, wenn man bedenkt, wie viele Sponsoren seitdem dazu gekommen sind. Danke dafür! 🙂

Übrigens, unser Top-Torjäger Marco Königs hat auch eine Vergangenheit in Wehen, auch wenn er aus Regensburg zu uns kam. Was er über das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen am Samstag denkt, könnt Ihr hier im Interview nachlesen.

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Lieber Wehen als Hämorrhoiden…

Also ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich frage mich bei Wehen Wiesbaden jedes Mal auf’s Neue, wie man auf so einen Namen kommt. Es klingt so… schmerzhaft. Wie Hämorrhoiden Bitterfeld. So würde sich doch auch kein Verein nennen. Ich meine, ok, bei Wehen ist der Output am Ende natürlich deutlich nachhaltiger und schöner als bei Hämorrhoiden, aber Ihr versteht den Grundgedanken bei meiner Assoziation und ich kann mir da leider einfach nicht helfen. Man drückt, man hat Schmerzen und am Ende kommt was raus.

Aber um die Gedanken wieder in schöne Bahnen zu lenken… glücklicherweise spielen wir am Samstag trotz Ostliga nicht gegen Hämorrhoiden Bitterfeld (wo am Ende gerüchteweise ein dicker Driss rauskommen könnte… ähem…), sondern gegen Wehen Wiesbaden. Und da würde ich aus „man drückt, man hat Schmerzen und am Ende kommt was raus“ aus den Erfahrungen der vergangenen Saison sagen: Pressing, zwischendurch Momente mit Schnappatmung, ob das denn wirklich gut geht und am Ende kommen 3 Punkte für uns raus. Uwe wird das Kind schon schaukeln. 😉

Nein, im Ernst, Wiesbaden gehört zu meinen Lieblingsgegnern. Irgendwie verbinde ich mit dieser Mannschaft trotz ihres abschreckenden Namens nur Gutes. Letztes Jahr unser überraschender Auswärtssieg in Wiesbaden allein schon. Eigentlich hatte ich hinfahren wollen, schon allein, um die „Wiesbaden statt Wehen-Party“ zu feiern. Hatte ich mir damals mit einem Freund ausgedacht, weil alles um uns herum plötzlich Kinder bekam und das Spiel ja auch grob um den Dreh lag, wo die Karnevalskinder hätten schlüpfen können. Wir wollten also feiern, dass dieser Kelch an uns vorüber gegangen war. Nicht falsch verstehen… es ist nicht so, dass ich nicht irgendwann mal für Fortuna-Nachwuchs sorgen möchte, aber das hat noch ein paar Jahre Zeit.

Letztenendes fiel die Wiesbaden statt Wehen-Party dann aber meinem Ex zum Opfer, der in Bayern wohnt und mich just an diesem Wochenende besuchen wollte. Da die Gelegenheiten selten sind, verzichtete ich schweren Herzens auf die Tour um mit ihm Richtung Holland zu fahren. Blöderweise machte sein Auto auf dem Weg von Bayern nach Kölle schlapp, so dass der ADAC einspringen musste, er sich um Stunden verspätete und ich fast schon trotzdem hätte nach Wiesbaden fahren können, bis er hier war. Entsprechend begeistert war meine Stimmung bei seinem Eintreffen Mitte der 2. Halbzeit. Ich hatte das Spiel bis dahin vor’m Ticker verfolgt, denn ich dann in Richtung Auto verlassen musste. Ich trottete also missmutig Richtung Wagen hinterher und dort angekommen, dachte ich, mich trifft der Schlag: da hatte die Leihkarre vom ADAC doch glatt ein Wiesbadener Kennzeichen!

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Ich wollte gerade loskrakelen, dass ich ganz sicher jetzt nicht auch noch in ein Auto mit Wiesbadener Kennzeichen einsteige, da vibrierte es in meiner Hosentasche und mein Handy teilte mir mit, dass Fortuna kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung gegangen war. Ich konnte mein Glück kaum fassen und betrachtete dieses Auto ab dem Moment als gutes Omen, zumal es mit viel gutem Willen ja sogar irgendwie rot-weiß war und ließ mich auf den Beifahrersitz fallen, wo ich die nächsten zehn Minuten damit verbrachte, meinen Ex, der Fußball weder Ahnung noch Interesse entgegenbringt, damit vollzutexten, dass wir gerade überraschend gegen einen Aufstiegsaspiranten führen und wir das unbedingt halten müssen und laber rhabarber kreisch hüpf… GEWONNEN!!! 😀

Die arme Sau hat vermutlich nicht nur seinem eigenen Auto nachgetrauert, sondern vor allem auch verflucht, dass der Leihwagen von allen Kennzeichen ausgerechnet ein Wiesbadener haben musste, was bei mir zu Reaktionen führte, die er nie verstanden hat und die ihn vermutlich in den Wahnsinn getrieben haben. Aber zumindest war die Frau am Ende glücklich, warum auch immer. Muss er ja auch nicht verstehen…

Ans Rückspiel habe ich ebenfalls hervorragende Erinnerungen. Nicht nur, dass ich dabei war (höhö), ich durfte das Spiel sogar als VIP genießen und – natürlich der entscheidende Faktor – es gab wieder einen Sieg gegen Wehen! Diesmal im Gegensatz zum Hinspiel auch gar nicht mehr so überraschend, sondern eher erwartbar. Aber diese Wehen-Assoziationssache hat sich durchgezogen… guckt mal, was die Werbepostkarte von Fortuna zum Spiel gegen Wehen seinerzeit für ein Motiv hatte…

P1080301Da drängt sich doch auch wieder der Gedanke an Wehen neun Monate später auf… 😉

Sei’s drum, mich hat es glücklicherweise wieder nicht erwischt und am Samstag wird es hoffentlich erneut nach dem bewährten Schema laufen: Pressing, bisschen Schnappatmung und am Ende drei Punkte für uns!

Geiler Scheiß! Jungs, Ihr macht das!!!

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